Kokain-Schmuggel: Niederländer nach Deutschland ausgeliefert

Frankfurt am Main – Nach monatelangen Ermittlungen gegen eine international tätige Drogenbande hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am 20. August 2026 einen 60-jährigen Niederländer aus den Niederlanden nach Deutschland ausgeliefert. Der Mann steht im Verdacht, als Mitglied einer kriminellen Organisation beim bandenmäßigen Kokainhandel geholfen zu haben.

Die Ermittlungen begannen im Februar 2025. Beteiligt waren die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main, das Polizeipräsidium Frankfurt am Main und das Gemeinsame Finanzermittlungszentrum von Justiz, Polizei und Finanzbehörden.

Am 9. Juni 2026 durchsuchten die Ermittler Wohn- und Geschäftsräume in Deutschland und in den Niederlanden. Dabei nahmen sie drei Verdächtige fest: einen in Herborn, zwei weitere in Amersfoort und Assen in den Niederlanden. Alle drei waren aufgrund von nationalen und europäischen Haftbefehlen gesucht.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler soll die kriminelle Organisation zwischen Juni 2024 und Januar 2026 Kokain im Tonnenbereich aus Südamerika – darunter Brasilien und Kolumbien – nach Deutschland geschmuggelt haben. Die Täter nutzten dafür Luftfracht und Containerschiffe. Um den illegalen Kokainschmuggel zu verschleiern, übernahmen Mitglieder der Bande bestehende deutsche Firmen und betrieben sie als Scheinfirmen. Als Geschäftsführer setzten sie Strohpersonen ein, um die Kokainlieferungen aus Südamerika zu koordinieren und sie als reguläre Warenimporte zu tarnen.

Der ausgelieferte 60-Jährige fungierte nach Angaben der Ankläger als Gesellschafter und Geschäftsführer einer dieser Scheinfirmen. Der Haftrichter ordnete am selben Tag an, dass er in Untersuchungshaft bleibt. Gegen ihn wird in drei Fällen wegen Beihilfe zum bandenmäßigen Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in großer Menge ermittelt.

Die Generalstaatsanwaltschaft dankte den niederländischen Behörden für ihre Zusammenarbeit bei dem Fall.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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