Lahr: Tatverdächtiger nach antisemitischem Angriff auf Gedenkveranstaltung ermittelt

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Nach antisemitischen Beleidigungen und Sachbeschädigungen bei einer Gedenkveranstaltung in Lahr hat die Polizei einen 21-jährigen Tatverdächtigen identifiziert. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.

Der Durchbruch kam durch einen Zeugenhinweis: Ein Bürger, der durch den Presseaufruf der Polizei auf die Fahndung aufmerksam geworden war, erkannte den mutmaßlichen Täter wieder, als dieser mit seinem E-Scooter auf der Straße fuhr. Der Zeuge notierte sich das Kennzeichen des Fahrzeugs und gab diese Information an die Ermittler weiter.

Der Vorfall hatte sich am 28. April 2026 zwischen 14 und 15 Uhr in der Lotzbergstraße ereignet. Eine Schulklasse reinigte zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft Stolpersteine an mehreren Standorten in Lahr und legte Rosen ab. Während der Gedenkveranstaltung fuhr ein E-Scooter-Fahrer vorbei und beschimpfte die anwesenden Schülerinnen und Schüler sowie ihre begleitende Lehrerin mit antisemitischen Äußerungen.

Als die Schulklasse nach etwa einer Stunde zu dem Ort in der Lotzbergstraße zurückkehrte, stellten sie fest, dass die zuvor abgelegten Blumen zerrupft im Straßengraben lagen. Der Täter war etwa 20 Jahre alt, ungefähr 180 Zentimeter groß, sprach gebrochen deutsch und hatte dunkelbraune oder schwarze Haare, einen dunklen Hautton und einen Bart. Er trug eine schwarze Jogginghose und eine rot-schwarze Kappe.

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