Landkreis Ravensburg: Positive Bilanz bei Motorradkontrollen – Drogenfahrt gestoppt

(Symbolbild)

Bei Verkehrskontrollen im Landkreis Ravensburg haben Polizisten am Wochenende einen Drogenfahrer gestoppt und bei umfangreichen Motorradkontrollen eine überwiegend positive Bilanz gezogen. Zudem ermitteln die Behörden wegen exhibitionistischer Handlungen und dem Missbrauch von Nothilfemitteln in einem Zug.

In Waldburg schlug in der Nacht auf Montag bei einem 26-jährigen Autofahrer der Drogenvortest auf Cannabis an. Polizisten der Verkehrspolizei Kißlegg hatten den Mann zu einer allgemeinen Verkehrskontrolle gestoppt und bei der Überprüfung der Verkehrstüchtigkeit Anzeichen für Drogenkonsum bemerkt. Der 26-Jährige musste seinen Wagen stehen lassen und in einem Krankenhaus eine Blutprobe abgeben. Falls sich der Verdacht bestätigt, drohen ihm ein Bußgeld von mehreren hundert Euro sowie ein Fahrverbot.

Deutlich positiver verliefen die Motorradkontrollen am Sonntag im Bereich Wangen im Allgäu. Beamte der Verkehrspolizei Kißlegg kontrollierten rund 70 Zweiradfahrer auf den Kreisstraßen 8007 und 7989 sowie der B 12. Lediglich ein Verstoß wegen einer seit über einem Jahr abgelaufenen Hauptuntersuchung war zu beanstanden. Die Polizei will auch weiterhin schwerpunktmäßige Kontrollen auf neuralgischen Streckenabschnitten im Allgäu durchführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und das Bewusstsein für rücksichtsvolle Fahrweise zu schaffen.

Wegen exhibitionistischer Handlungen ermittelt das Polizeirevier Wangen im Allgäu gegen einen unbekannten Mann. Der etwa 40-Jährige soll am Sonntag gegen 12 Uhr und gegen 14 Uhr in der Ravensburger Straße im Bereich einer Bushaltestelle sexuelle Handlungen an sich vorgenommen haben, als zwei Frauen dort entlang gingen. Der Unbekannte wird mit osteuropäischem Erscheinungsbild und etwas stämmigerer Statur beschrieben. Zur Tatzeit trug er eine schwarz-weiße Baseballcap, ein weißes T-Shirt mit schwarzen Ärmeln, eine graue Jogginghose und schwarze Schuhe. Zudem führte er einen Rucksack mit sich. Die Polizei bittet um Hinweise unter Tel. 07522/984-0.

In Wolfegg haben das Polizeirevier Wangen und die Bundespolizei Ermittlungen wegen Missbrauchs von Nothilfemitteln eingeleitet. Ein unbekannter Fahrgast hatte am Sonntagnachmittag kurz nach 15.15 Uhr in einem Regionalzug die Nottüröffnung bedient. Der Zug war zwischen Alttann und Wolfegg zum Stillstand gekommen, nachdem er mit einem Ast auf den Gleisen kollidiert war. Trotz anderslautender Anweisung des Zugpersonals betätigte der offensichtlich ungeduldige Fahrgast die Nottüröffnung und verließ den Zug. Der Regionalzug konnte nach einer Überprüfung seine Fahrt fortsetzen – der Ast hatte keinen Schaden am Triebwagen verursacht. Zeugen, die Hinweise zu dem etwa 20 Jahre alten Mann geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 07522/984-0 oder bei der Bundespolizei unter Tel. 07531/1288-0 zu melden.

In einer Gemeinschaftsunterkunft in Wolfegg sorgte am Sonntagnachmittag ein 21-Jähriger für einen Polizeieinsatz. Bewohner hatten die Polizei verständigt, nachdem der Mann in einem offensichtlich psychischen Ausnahmezustand in dem Gebäude randaliert hatte. Die Polizisten nahmen den Betroffenen in Gewahrsam, nachdem er auf Aufforderung der Beamten ein griffbereites Messer weggeworfen hatte, mit dem er sich leicht selbst verletzt hatte. Der 21-Jährige wurde anschließend in eine Fachklinik gebracht. Da er gegenüber den Polizisten und Bewohnern Beleidigungen und verbale Drohungen aussprach, wird er bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Auch in Leutkirch im Allgäu war die Polizei im Einsatz: Ein 17-Jähriger war am Sonntagabend ohne gültigen Führerschein gefahren. Verkehrsteilnehmer hatten die unsicher wirkende Fahrweise auf der Strecke zwischen Bad Waldsee und Leutkirch gemeldet, woraufhin eine Streife des Polizeireviers Leutkirch den Fahrer stoppte. Der Teenager muss nun mit einer Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis rechnen. Auf die Fahrzeughalterin sowie einen Familienangehörigen, der Beifahrer war, kommen ebenfalls Anzeigen wegen des Verdachts des Zulassens der Fahrt sowie Beihilfe zum Fahren ohne Fahrerlaubnis zu.

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