Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hat Anklage gegen einen 40-Jährigen wegen Mordes erhoben. Der Mann soll am 16. Juni dieses Jahres seine Ehefrau auf einem Spielplatz in Linden mit einem Cuttermesser attackiert und getötet haben.
Nach den Ermittlungen fuhr der Mann mit einem gemieteten Auto zunächst zum Haus seiner Ehefrau. Da diese nicht zu Hause war, folgte er ihr zum Spielplatz, wo sie mit den beiden jüngsten gemeinsamen Kindern gewesen war. Als die Frau zu ihrem Auto gehen wollte, fuhr er mit dem Auto zu ihr, stieg bereits mit gezücktem Messer aus und verletzte sie am Hals. Nach einem zweiten Schnitt sackte die Frau zusammen und verstarb an ihren Verletzungen. Danach verletzte sich der Mann selbst am Hals.
Die Staatsanwaltschaft geht von zwei Mordmotiven aus: Zum einen von niedrigen Beweggründen im Sinne eines sogenannten Femizids. Die Frau hatte sich im März 2026 von ihrem Ehemann getrennt und erwirkte Ende Mai eine einstweilige Anordnung, die dem Mann ein Kontaktverbot auferlegte. Nach einem Gerichtstermin im Sorgerechtsverfahren Anfang Juni sei dem Mann klargeworden, dass die Trennung endgültig sein sollte. Zum anderen nimmt die Staatsanwaltschaft Heimtücke an, da die Frau die Attacke nicht kommen sah und keine Chance zur Flucht oder Abwehr hatte.
Die Anklage ist beim Schwurgericht Kaiserslautern eingereicht worden.
(Gerhard Schmidt, Justizredaktion Karlsruhe)
Quelle: Pressemitteilung Justiz Rheinland-Pfalz
(Gerhard Schmidt, Justizredaktion Karlsruhe)
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