Motorradfahrer schwer verletzt – Hunde in Hitze ausgesetzt – Brände im Oberharz

(Symbolbild)

Das Polizeikommissariat Oberharz hatte am Samstag, 27. Juni 2026, einen arbeitsreichen Tag mit mehreren ernsten Einsätzen zu bewältigen. Ein Motorradfahrer wurde bei einem Unfall schwer verletzt, zwei Hundehalter mussten verwarnt werden, und zwei Brände beschäftigten die Feuerwehr.

Der gravierendste Vorfall ereignete sich gegen 11:13 Uhr auf der B242 bei Silbernaal. Ein 21-jähriger Ducati-Fahrer aus dem Zulassungsbezirk Northeim war mit einer dreiköpfigen Motorradgruppe von Clausthal-Zellerfeld in Richtung Wildemann unterwegs. In einer Rechtskurve kam der junge Mann aufgrund eines Fahrfehlers nach links von der Fahrbahn ab. Er überquerte die Gegenfahrbahn, geriet in die Bankette und prallte gegen die Schutzplanke. Der Aufprall schleuderte den 21-Jährigen über die Schutzplanke hinweg – er kam etwa sechs Meter hinter der Anstoßstelle an der Kante des Abhanges oberhalb der Innerste zum Liegen. Der Motorradfahrer erlitt schwere Verletzungen. Nach rettungsdienstlicher Erstversorgung wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus der Maximalversorgung geflogen. Glimpflich ging es aus, weil der Fahrer nicht mehrere Meter tief in den Fluss stürzte. Die B242 war während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen voll gesperrt. Im Einsatz waren neben der Polizei Clausthal ein Rettungswagen der Rettungswache Clausthal-Zellerfeld, der Rettungshubschrauber aus Wolfenbüttel, die Freiwillige Feuerwehr Wildemann sowie die Bergwachtgruppen Langelsheim und Clausthal-Zellerfeld.

Zwei weitere Einsätze riefen die Polizeibeamten am selben Tag auf den Plan: Trotz Temperaturen von bis zu etwa 36 Grad Celsius im Schatten mussten sie zu zwei Fällen ausrücken, in denen Hunde in Fahrzeugen zurückgelassen worden waren. Eine Seniorin hatte ihren Hund nur für einen kurzen Einkauf im Auto gelassen und ein Seitenfenster teilweise geöffnet. Ein anderer Tierhalter reagierte auf das polizeiliche Erscheinen derart verärgert, dass mehrere Strafanzeigen gefertigt werden mussten. Nach Einschätzung der Polizei Oberharz konnte in beiden Fällen nur das aufmerksame Einschreiten von Passanten ein konkreter Gesundheitsschaden für die Tiere verhindert werden. Die Beamten appellieren eindringlich: Bereits nach kurzer Zeit können sich Fahrzeuge bei sommerlichen Temperaturen lebensgefährlich aufheizen. Tiere dürfen deshalb auch bei vermeintlich kurzen Erledigungen nicht im Fahrzeug zurückgelassen werden.

Gegen 15:45 Uhr geriet ein auf der Berliner Straße geparkter PKW in Brand. Die Freiwillige Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld griff rasch ein und verhinderte, dass das Feuer auf weitere Fahrzeuge oder Gebäude übergriff. Der PKW wurde durch das Feuer vollständig zerstört. Nach bisherigen Erkenntnissen handelte es sich um einen technischen Defekt.

Nahezu zeitgleich, gegen 15:55 Uhr, brannte auf der Sägemüller Straße gesammelter Strauchschnitt auf einem Grundstück. Anwohnerinnen und Anwohner griffen rasch und besonnen ein und verhinderten eine weitere Brandausbreitung. Die polizeilichen Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an.

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