Der Neckar-Odenwald-Kreis hatte am Wochenende mit mehreren Verkehrsunfällen und einem Notfall-Einsatz zu kämpfen. Die Polizei musste einen Mann aus einer verrauchten Wohnung retten, während zwei Verkehrsunfälle erhebliche Sachschäden verursachten.
Schwerer Zusammenstoß bei Aglasterhausen
Am Samstagvormittag gegen 11 Uhr kollidierten ein BMW und ein Mercedes bei Aglasterhausen. Ein 66-jähriger BMW-Fahrer war auf der Hausener Straße in Richtung der Bundesstraße 292 unterwegs und wollte an der Einmündung nach links in Richtung Sinsheim abbiegen. Dabei übersah er vermutlich einen entgegenkommenden 48-jährigen Mercedes-Fahrer, der von Sinsheim auf der B292 angefahren kam. Die Fahrzeuge krachten zusammen, woraufhin sich der Mercedes mehrfach überschlug.
Der 48-Jährige und seine 13-jährige Mitfahrerin wurden leicht verletzt. Die Mitfahrerin wurde vor Ort untersucht, während der Fahrer zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Der Sachschaden an beiden Fahrzeugen betrug rund 30.000 Euro. Beide Autos wurden abgeschleppt. Während der Unfallaufnahme musste die Bundesstraße 292 komplett gesperrt werden.
Betrunkener Fahrer verursacht Kettenunfall
Am Samstagabend gegen 20 Uhr ereignete sich in Billigheim-Sulzbach ein Unfall unter Alkoholeinfluss. Ein 34-jähriger Fiat-Fahrer war auf der Hauptstraße von Allfeld in Richtung Dallau unterwegs. Bei dem Versuch, nach rechts in eine Grundstückseinfahrt abzubiegen, blieb er am Gartenzaun des Nachbargrundstücks hängen. Daraufhin rangierte der Mann seinen Fiat rückwärts und kollidierte mit einem auf der Hauptstraße fahrenden Dacia. Der Gesamtschaden betrug rund 3.500 Euro.
Während der Unfallaufnahme bemerkten die Polizeibeamten Alkoholgeruch in der Atemluft des 34-Jährigen. Ein Alkoholtest ergab knapp 1,9 Promille. Der Fahrer wurde zur Blutentnahme ins Krankenhaus gebracht, sein Führerschein wurde sichergestellt. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige.
Dramatische Rettung aus verrauchter Wohnung
In der Nacht auf Samstag gegen 0:45 Uhr retteten Polizeibeamte des Reviers Mosbach einen 34-Jährigen aus seiner verrauchten Wohnung. Die Feuerwehr und Polizei waren zu einem Brand in einem Mehrparteienhaus im Hammerweg gerufen worden. Die Polizisten evakuierten das Gebäude, doch die Tür im zweiten Obergeschoss öffnete sich nicht. Die Beamten traten sie ein.
Im Inneren herrschte dichter Rauch. Die Polizisten robbten auf dem Boden vorwärts und erreichten schließlich den 34-jährigen Bewohner, der regungslos am Boden lag. Als die Beamten ihn aus dem Gefahrenbereich ziehen wollten, kam er zu sich und konnte die Wohnung zusammen mit einem der Polizisten verlassen. Der Rettungsdienst behandelte den Mann daraufhin vor Ort. Die beiden Retter blieben unverletzt.
Die Feuerwehr fand angebranntes Essen auf dem Herd in der Wohnung vor und lüftete das Gebäude anschließend gründlich. Ein größerer Brandschaden entstand nach aktuellem Stand nicht.