In Vilshofen im Landkreis Passau haben Polizistinnen und Polizisten am 12. August 2026 gegen 10.00 Uhr einen 27-jährigen Syrer festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, als Abholer bei einem organisierten Telefonbetrug tätig gewesen zu sein. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau erließ ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Passau Untersuchungshaftbefehl gegen ihn wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten gewerbsmäßigen Betruges als Mitglied einer Bande. Der Mann sitzt seitdem in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt.
Der Ehemann einer 66-jährigen Vilshofenerin hatte die Polizeiinspektion Vilshofen am Morgen des 12. August alarmiert, nachdem er erfuhr, dass seine Frau mit mutmaßlichen Telefonbetrügern in Kontakt stand. Dem Ehemann zufolge war die Frau bereits am 11. August von jemandem angerufen worden, der sich als österreichischer Polizeibeamter ausgab. Dieser Mann behauptete, dass eine Überprüfung ihres Anlagekontos notwendig sei, weil ihr bereits erzielter Gewinn gefährdet sei. Um den Gewinn zu sichern, forderte er die 66-Jährige auf, 10.000 Euro in bar an einen Kurier zu übergeben.
Die Frau glaubte, tatsächlich einen Polizeibeamten vor sich zu haben, und hob die vereinbarten 10.000 Euro ab. Sie war bereit, das Geld dem 27-Jährigen zu übergeben, der als Abholer fungierte. Doch als dieser gegen 10.00 Uhr in der Nähe des Wohnanwesens erschien, stellten ihn Polizistinnen und Polizisten der Grenzpolizeiinspektion Passau und der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern unter Leitung der Polizeiinspektion Vilshofen widerstandslos fest.
Die Polizei warnt vor einem neuen Betrugsschema, das offenbar an Häufigkeit zunimmt. Dabei werden Anleger zunächst auf unseriöse Anlageplattformen im Internet aufmerksam gemacht. Sie investieren dort geringe Beträge – meist etwa 250 Euro – in der Hoffnung auf hohe Gewinne. Angebliche Anlageberater täuschen ihnen dann eine teils erhebliche Wertsteigerung ihrer Geldanlage vor. Im Fall der Vilshofenerin wurde ihr vorgegeben, bereits 80.000 Euro Gewinn erzielt zu haben, dieser sei aber gefährdet. Um die Summe sofort zu sichern, sollte sie 10.000 Euro abheben und an einen Kurier übergeben – wobei dieser in Wirklichkeit der Betrüger war.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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