Nordrhein-Westfalen: Geteilte Bodenfeuchte-Lage mit regionalen Unterschieden – 14. Juni 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Nordrhein-Westfalen eine regional stark differenzierte Bodenfeuchtesituation. Während der nördliche Landesteil überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, verzeichnet der südliche Bereich ungewöhnlich trockene Bedingungen im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) aktualisiert die Karte wöchentlich als 14-Tage-gleitendes Mittel.

Aktuelle Dürrekarte Nordrhein-Westfalen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Nordrhein-Westfalen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Der Norden Nordrhein-Westfalens, insbesondere die Region um Münster und das nördliche Ruhrgebiet, zeigt durchgehend grüne Bereiche, was normale bis feuchte Bodenverhältnisse anzeigt. Im Gegensatz dazu sind der Südosten des Landes sowie Teile des Rheinlands von ungewöhnlich trockenen Bedingungen (hellgelb) betroffen. Kleinere orange Bereiche im äußersten Süden und Osten weisen auf moderate Dürre hin. Die zentrale Region um das Ruhrgebiet zeigt überwiegend normale Verhältnisse.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen 19,1 mm Niederschlag bei durchschnittlich 15°C. Diese moderaten Regenmengen wirken sich primär auf den Oberboden aus, während der Gesamtboden aufgrund seiner trägen Reaktion die längerfristige Trockenheit der vergangenen Wochen noch widerspiegelt. Für die kommenden drei Tage sind keine Niederschläge prognostiziert bei Höchsttemperaturen um 22,7°C, was die aktuellen Bedingungen stabilisieren dürfte.

Die ungewöhnlich trockenen Verhältnisse im Süden erfordern erhöhte Aufmerksamkeit für die Landwirtschaft, insbesondere bei der Bewässerungsplanung. Waldgebiete in den betroffenen Bereichen sollten beobachtet werden, auch wenn die Versorgungslage noch nicht kritisch ist. Die normalen bis feuchten Verhältnisse im Norden stellen dagegen keine Einschränkungen dar.

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