Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Rheinland-Pfalz eine regional stark differenzierte Bodenfeuchte-Situation. Während der Norden des Landes überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, zeigen sich im Osten und Südosten moderate Dürre-Bedingungen. Etwa ein Drittel der Landesfläche ist von ungewöhnlich trockenen bis moderat dürren Verhältnissen betroffen.

Der nördliche Landesteil, insbesondere die Eifel-Region, zeigt sich auf der Karte überwiegend in normalen Feuchteverhältnissen. Im Kontrast dazu weisen Teile des Rhein-Main-Gebietes und des südöstlichen Rheinland-Pfalz orange Färbungen auf, was moderate Dürre-Bedingungen anzeigt. Vereinzelt sind kleinere rote Bereiche erkennbar, die auf schwere Dürre hindeuten. Die zentralen und westlichen Landesteile bewegen sich überwiegend im Übergangsbereich zwischen normalen und ungewöhnlich trockenen Verhältnissen.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 14,8 mm Niederschlag moderate Regenmengen bei gemäßigten Temperaturen um 13,6°C. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-Tage-gleitendes Mittel für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, sind diese jüngeren Niederschläge nur teilweise in der aktuellen Karte sichtbar. Der tiefere Bodenhorizont reagiert träge auf kurzfristige Wetteränderungen. Für die kommenden drei Tage werden nur geringe Niederschläge von 0,9 mm bei Höchsttemperaturen um 21,4°C erwartet.
Die moderate Dürre in den betroffenen östlichen und südöstlichen Regionen erfordert eine aufmerksame Beobachtung der Entwicklung, insbesondere für die Landwirtschaft und Forstwirtschaft in diesen Gebieten. Die statistisch alle zehn Jahre auftretenden Bedingungen sind durchaus im normalen Schwankungsbereich, während die normal bis feuchten Verhältnisse im Norden des Landes eine entspannte Lage signalisieren.
Den aktuellen Wetterbericht für Rheinland-Pfalz finden Sie hier.