Die Polizei in der Region Reutlingen meldet mehrere Verkehrsunfälle und Straftaten aus dem Mittwochmorgen. Ein 63-jähriger Radfahrer wurde schwer verletzt, eine Frau körperlich angegriffen und in einer Autowerkstatt entstand ein Sachschaden von etwa 30.000 Euro.
Auf der Bismarckstraße in Reutlingen verlor ein 63 Jahre alter Pedelec-Fahrer gegen 5.50 Uhr die Kontrolle über sein Fahrrad. Grund waren das lose Laub und Graupelhäufungen, die das kurz zuvor niedergegangene Unwetter hinterlassen hatte. Der Mann stürzte und verletzte sich schwer. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Krankenhaus. An seinem Pedelec entstanden Schäden in Höhe von etwa 200 Euro.
Ein deutlich brutalerer Vorfall ereignete sich um 8.15 Uhr in der Beutterstraße, ebenfalls in Reutlingen. Eine 28-jährige Frau wollte ihr Auto einsteigen, das in der Beutterstraße geparkt war. Ein Unbekannter folgte ihr von der nahegelegenen Bushaltestelle in der Gartenstraße und griff sie körperlich an. Er drückte die Frau gegen ihr Fahrzeug. Die Geschädigte wehrte sich und verletzte sich dabei leicht. Der Angreifer ließ von ihr ab und ging zurück in Richtung Gartenstraße.
Laut Polizeibeschreibung ist der Gesuchte etwa 170 Zentimeter groß und circa 16 bis 18 Jahre alt. Er hat dunkelblonde, kurze Haare, ist schlank und trug bei der Tat ein hellblaues T-Shirt. Möglicherweise hatte er einen Rucksack dabei. Die Polizei sucht Zeugen, die die Tat beobachtet haben oder denen der Gesuchte an der Bushaltestelle in der Gartenstraße aufgefallen ist. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07121/942-3333 beim Polizeirevier Reutlingen zu melden.
In Filderstadt-Bernhausen kam es in einer Autowerkstatt zu einem Brand. Ein Zeuge fand sein Geschäft in der Felix-Wankel-Straße kurz nach 6.30 Uhr völlig verraucht vor und rief die Einsatzkräfte. Es stellte sich heraus, dass ein 45-jähriger Mitarbeiter in der Nacht bei Flex- beziehungsweise Schweißarbeiten an einem Auto einen Brand ausgelöst hatte. Der Mann hatte das Feuer offenbar bereits Stunden zuvor gelöscht, ohne die Feuerwehr zu verständigen. Der Rettungsdienst brachte ihn wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Der Sachschaden an dem Pkw und in der Werkstatt beläuft sich auf etwa 30.000 Euro. Das Ausmaß der Beschädigungen durch Rußablagerungen im Geschäft kann noch nicht beziffert werden.
Ein besonders schwerer Unfall ereignete sich in Mössingen. Ein 13-Jähriger verlor gegen 11.10 Uhr auf der Zeppelinstraße die Kontrolle über seinen Elektroroller und stürzte. Besonders gravierend: Der Roller war nicht versichert und nicht zulassungsfähig – und der Junge führte zwei Mitfahrer mit sich, die 14 und 15 Jahre alt waren. Das Fahrzeug war also deutlich überbesetzt. Hinzu kam, dass der 13-Jährige nach Erkenntnissen der Polizei viel zu schnell unterwegs war. Alle drei Insassen stürzten auf die Fahrbahn und wurden schwer verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie mit zwei Rettungswagen ins Krankenhaus. Einen erforderlichen Führerschein für den E-Scooter konnte der Fahrer altersbedingt nicht besitzen. Die Polizei stellte den Roller sicher. Neben dem genauen Unfallhergang sind auch die Eigentumsverhältnisse des Rollers Gegenstand der Ermittlungen des Polizeipostens Mössingen.