Polizei stoppt Betrüger: 72-Jährige sollte 60.000 Euro in Gold und Schmuck übergeben

(Symbolbild)

In Bamberg hat die Polizei einen raffinierten Betrug im letzten Moment verhindert. Eine 72-Jährige wollte am Freitag, 4. September, Gold und Schmuck im Wert von rund 60.000 Euro an eine Betrügerin übergeben – die Polizei stoppte die Übergabe und nahm eine 48-jährige Geldabholerin fest.

Betrüger hatten die Seniorin telefonisch angerufen und sich als Polizeibeamte ausgegeben. Sie behaupteten, ein Angehöriger habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um eine angeblich drohende Haft abzuwenden, solle die 72-Jährige eine hohe Kaution hinterlegen. Mit dieser Masche brachten die Täter die Bambergerin dazu, Gold und Schmuck im Gesamtwert von etwa 60.000 Euro bereitzustellen.

Gegen 19 Uhr beobachteten Polizisten in der Nähe des Wohnanwesens der Geschädigten eine 48-jährige slowakische Staatsangehörige, die die Wertgegenstände entgegennehmen sollte. Die Bamberger Polizisten nahmen die Frau noch vor der Übergabe fest und verhinderten damit einen erheblichen Vermögensschaden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg erließ ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Bamberg am Samstag, 5. September, Haftbefehl gegen die 48-Jährige wegen versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetrugs. Sie sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Kriminalpolizei Bamberg ermitteln weiter.


Betrugsfälle in Bayern: der Vergleich mit dem Bund

Die Polizei zählte 2025 landesweit 58.827 Betrugsfälle, das sind 444 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Bayern deutlich besser als der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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