Polizei warnt vor Gewalt bei WM-Feiern: Knallkörper auf Beamte geworfen

(Symbolbild)

Nach eskalierenden Feierlichkeiten zu Fußballweltmeisterschaftsspielen in der Region appelliert die Polizeidirektion Main-Taunus eindringlich an die Bevölkerung, sportliche Erfolge friedlich und rücksichtsvoll zu begehen. Der Anlass: In der Nacht zum Donnerstag kam es in Wiesbaden nach einem WM-Spiel zu einer größeren Zusammenkunft von Fußballfans und einem Autokorso, bei dem mehrfach Knallkörper gezündet wurden.

Besonders ernst nahmen die Behörden einen Vorfall, bei dem ein Knallkörper offenbar gezielt in Richtung eingesetzter Polizeikräfte geworfen wurde. Drei Einsatzkräfte litten daraufhin unter gesundheitlichen Beschwerden. Polizeipräsident Björn Gutzeit vom Polizeipräsidium Westhessen verurteilte das Verhalten deutlich: „Bei allem Verständnis für die Freude über sportliche Erfolge der eigenen Mannschaft ist insbesondere in der Nachtzeit besondere Rücksicht zu nehmen. Keinesfalls darf ein Feiern des Ausgangs eines Fußballspiels zu der Gefährdung der Sicherheit und Gesundheit anderer Menschen führen.“ Das Werfen von Knallkörpern in Richtung von Personen oder Einsatzkräften sei „gefährlich, rücksichtslos und kann erhebliche Verletzungen verursachen“, so Gutzeit weiter.

Die Polizei begleitet entsprechende Einsatzlagen nach Lage und hat dabei sowohl die Sicherheit der Feiernden als auch die Belange unbeteiligter Bürgerinnen und Bürger im Blick. Der Appell der Polizeidirektion Main-Taunus richtet sich an alle, die im Zuständigkeitsbereich feiern: Sportliche Erfolge müssen friedlich, rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst begangen werden.

Auch Autokorsos unterliegen den Regeln der Straßenverkehrsordnung – es gibt für sie keine Ausnahmen. Zwar gehören sie spätestens seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zum gewohnten Straßenbild bei internationalen Turnieren, doch bringen sie neben ruhestörendem Lärm und Verkehrsbeeinträchtigungen insbesondere die Gefahr von Verkehrsunfällen und Personenschäden mit sich. Dies gilt besonders dann, wenn sich Personen aus Fahrzeugen herauslehnen oder auf Fahrzeugen mitfahren. Die Polizei wägt bei ihrer Arbeit regelmäßig ab, welche Maßnahmen der jeweiligen Situation angemessen sind und dem Spannungsfeld zwischen möglicher Gefährdung einerseits sowie dem berechtigten Ausdruck der Freude über sportliche Erfolge andererseits Rechnung tragen.

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