Die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund und die Staatsanwaltschaft Aurich haben am Mittwoch vier Objekte im Stadtgebiet Aurich und der Samtgemeinde Holtriem durchsucht. Im Fokus der Ermittlungen stehen ein 34-jähriger Mann und eine 29-jährige Frau, denen gemeinschaftlicher und gewerbsmäßiger Handel mit Cannabis vorgeworfen wird.
Die beiden Beschuldigten betreiben gemeinsam Snackautomaten und sollen über diese Automaten Cannabis-Produkte überregional zum Verkauf angeboten haben. Mehrmonatige verdeckte Ermittlungen gingen dem Polizeieinsatz voraus.
Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler rund 2,7 Kilogramm verkaufsbereite Cannabis-Produkte sicher. Der geschätzte Verkaufswert dieser Beweismittel beträgt etwa 38.000 Euro. Bei der beschlagnahmten Ware handelt es sich um Joints, Vapes und Kräutermischungen mit synthetischen Cannabinoiden, die alle einzeln verpackt waren.
An dem Einsatz beteiligten sich neben Kräften der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund auch Diensthundeführer mit Spürhunden der Polizeidirektion Osnabrück und eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Zentralen Polizeidirektion. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen am Mittwoch wurden beide Beschuldigte wieder entlassen.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor erheblichen Risiken frei verkäuflicher CBD-Produkte aus Automaten und Online-Shops. Diese Artikel entsprechen oft nicht den angegebenen Inhaltsstoffen. Einzelne Produkte weisen teils deutlich erhöhte THC-Gehalte auf, die zu unerwarteten Rauschzuständen oder gesundheitlichen Beschwerden führen können. Besonders gefährlich sind synthetische Cannabinoide, die häufig als „legale“ Kräutermischungen angeboten werden, tatsächlich aber unberechenbare und teils lebensbedrohliche Wirkungen entfalten. Die Polizei rät dringend, solche Produkte zu meiden und bei gesundheitlichen Auffälligkeiten sofort medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.