Potsdam prüft Zwischennutzung für sozialen Wohnungsbau

Die Stadtverordnetenversammlung Potsdam befasst sich mit einer neuen Fassung einer Vorlage (ein Beschlussvorschlag der Verwaltung) zur Nutzung leerstehender städtischer Gebäude. Konkret geht es um die Objekte in der Tornowstraße 36 und 40.

Der Beschlussvorschlag beauftragt die Oberbürgermeisterin, zu prüfen, wie diese Gebäude durch Zwischennutzung (zeitlich befristete Nutzung von Immobilien) für sozialen Wohnungsbau schneller bereitgestellt werden können. Die Verpachtung soll an einen sozialen Träger oder eine gemeinwohlorientierte Vereinigung erfolgen. Als Grundlage dient ein Nutzungskonzept der Gruppe Tornow40. Die AWO Potsdam hat bereits Interesse an einer Begleitung bekundet.

Zudem soll geprüft werden, ob in den bestehenden Gebäuden Wohnnutzung möglich ist und welche Schritte dafür erforderlich wären.

In der Begründung heißt es, dass die Besetzung des Gebäudes Tornowstraße 40 im Mai 2026 Ausdruck der Wohnungsnot in der Stadt war. Besonders junge Berufstätige, Auszubildende und Studierende seien betroffen. Angesichts dieser Situation und langer Baugenehmigungsverfahren sei eine beschleunigte Vermarktung und Beplanung leerstehender kommunaler Gebäude notwendig, um mietpreisgedämpften Wohnraum zu schaffen.

Die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ist für den 1. Juli 2026 geplant.

Jana Hoffmann, Lokalredaktion Brandenburg