Der Rems-Murr-Kreis beschäftigt die Polizei am Freitag mit drei ungewöhnlichen Einsätzen: eine aggressive Fahrradfahrerin unter Alkoholeinfluss in Winnenden, ein Brand auf einer Photovoltaikanlage in Waiblingen und der Fund einer Phosphor-Bombe in Fellbach-Schmiden.
In Winnenden stürzte eine 52-jährige Fahrradfahrerin am frühen Morgen gegen 04:30 Uhr auf der Alfred-Kärcher-Straße im Einmündungsbereich der Karl-Krämer-Straße. Die Frau war alkoholisiert und zog sich leichte Verletzungen zu. Auf der Unfallstelle verweigerte sie einen Atemalkoholtest. Die Polizei brachte sie zur Blutentnahme ins Krankenhaus. Während der Fahrt und bei der Untersuchung verhielt sich die 52-Jährige äußerst aggressiv: Sie bespuckte die Polizisten, schlug nach ihnen und beleidigte sie erheblich. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde sie in Polizeigewahrsam genommen.
Am Freitagvormittag gegen 11:00 Uhr meldeten Zeugen der Integrierten Leitstelle eine schwarze Rauchwolke im Remspark in der Ruhrstraße in Waiblingen. Vor Ort zeigte sich: Teile einer großflächigen Photovoltaikanlage auf dem Gebäudedach standen in Flammen. Die Feuer erreichten eine Höhe von etwa einem Meter und waren deutlich sichtbar. Die Feuerwehr rückte sofort an und löschte den Brand in kurzer Zeit vollständig ab. Die Brandursache bleibt bislang unklar, die Ermittler gehen jedoch von einem technischen Defekt aus. Insgesamt wurden 16 Solarmodule zerstört, das Dach selbst erlitt nur leichte Beschädigungen. Der Gesamtschaden wird auf etwa 5.000 Euro geschätzt. Die Freiwillige Feuerwehr Waiblingen war mit fünf Fahrzeugen und 23 Einsatzkräften im Einsatz.
In Fellbach-Schmiden machten Arbeiter auf dem Betriebshof eines Landschaftsgärtners in der Senefelderstraße am Freitag gegen 15:16 Uhr einen gefährlichen Fund. Bei Erdaushubarbeiten legten sie eine Phosphor-Bombe frei. Der Mantel des Sprengkörpers war bereits beschädigt, sodass die noch vorhandenen Phosphorreste nach Kontakt mit Sauerstoff reagierten und zu qualmen begannen. Die alarmierte Feuerwehr Fellbach deckte den Sprengkörper schnell mit Sand in einer Wanne ab und stoppte damit die Reaktion. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Polizei zu keinem Zeitpunkt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst übernahm anschließend den Sprengkörper. Es entstand kein Sachschaden. Die Feuerwehr war mit drei Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften im Einsatz.