Rieselfeld: Bauausschuss billigt Anregungen zur Offenlage

Der Bauausschuss Freiburg behandelt den ersten Teilbebauungsplan für das Rieselfeld-Projekt (Plan-Nr. 6-122.1). In der Sitzung vom 23. März 1994 stehen drei Punkte auf der Agenda: die Kenntnisnahme eingegangener Anregungen und Bedenken aus der öffentlichen Auslegung, die Billigung von Entscheidungen zu diesen Stellungnahmen und ein Änderungsverfahren nach Baugesetzbuch.

Der Bebauungsplan sichert rund 1.200 Wohneinheiten, davon etwa 50 Prozent mit öffentlicher Förderung. Der Plan umfasst auch Standorte für zwei Kinderhäuser, eine Grundschule, das verlagerte Kepler-Gymnasium mit Sporthalle, eine Stadtteilbibliothek, ein Altenpflegeheim sowie öffentliche Grün- und Freiflächen. Zudem wird die Trasse für die Stadtbahn gesichert und ein zentrales Blockheizkraftwerk für den gesamten Stadtteil geplant.

Das gesamte Rieselfeld-Areal wird in sechs Teilbebauungspläne aufgeteilt: Die Pläne 1 bis 4 betreffen die eigentlichen Bauflächen zwischen Mundenhofer Straße, Besanconallee, Opfinger Straße und Bollerstaudenweg. Der fünfte Plan widmet sich Ausgleichsmaßnahmen im westlichen Bereich. Der sechste Plan regelt Sport- und Freizeiteinrichtungen im Bereich des Käs- und Dietenbaches im Norden.

Die Aufteilung ermöglicht die sukzessive Entwicklung des Stadtteils nach geplanten Bauabschnitten und bietet Flexibilität für notwendige Anpassungen. Das Rieselfeld ist vollständig Eigentum der Stadt Freiburg. Der Gemeinderat hatte sich 1991 für die Bebauung dieses Standorts entschieden, um einen ermittelten Wohnungsbedarf von etwa 19.000 Einheiten bis 1999 zu decken.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg