Die aktuelle UFZ-Dürremonitorkarte vom 6. Juni 2026 zeigt für das Saarland eine regional stark unterschiedliche Bodenfeuchte-Situation. Während der westliche Landesteil überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, sind im Osten und Südosten moderate Dürrebedingungen erkennbar. Etwa ein Drittel der Landesfläche ist von ungewöhnlich trockenen bis moderat trockenen Verhältnissen betroffen.

Der Westen und Nordwesten des Saarlandes zeigen größtenteils normale Bodenfeuchte-Werte, erkennbar an den weißen und hellgelben Bereichen auf der Karte. Im zentralen und östlichen Saarland dominieren hingegen orange eingefärbte Gebiete, die moderate Dürreverbltnisse anzeigen – ein statistisch alle zehn Jahre auftretendes Ereignis. Vereinzelt sind auch rote Bereiche sichtbar, die auf schwere Dürre hindeuten, insbesondere im südöstlichen Grenzbereich.
Die jüngsten Niederschläge von 32,6 mm in den vergangenen sieben Tagen bei moderaten Temperaturen um 14,8°C haben die Oberflächenfeuchte verbessert. Da der UFZ-Dürremonitor jedoch den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe als 14-Tage-Mittel erfasst und wöchentlich aktualisiert wird, sind diese kurzfristigen Regenereignisse in der aktuellen Karte nur teilweise sichtbar. Der Gesamtboden reagiert träge auf Niederschläge.
Die moderate Dürreklasse in den betroffenen Gebieten kann zu Wasserstress bei Kulturpflanzen führen und erfordert verstärkte Bewässerung in der Landwirtschaft. Für die Forstwirtschaft bedeuten die orange markierten Bereiche erhöhte Aufmerksamkeit bezüglich der Waldbrandgefahr. Die erwarteten 7 mm Niederschlag in den kommenden drei Tagen bei Höchsttemperaturen um 21,9°C werden voraussichtlich nicht ausreichen, um die Trockenheit im Gesamtboden schnell zu lindern.
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