Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Sachsen eine weitreichende schwere Dürre in großen Teilen des Bundeslandes. Etwa zwei Drittel der Region weisen rote Bereiche auf, die der Klasse „schwere Dürre“ entsprechen – ein statistisch alle 20 Jahre auftretendes Ereignis. Insbesondere die zentralen und östlichen Gebiete sowie weite Teile des Südens sind von dieser deutlichen Trockenheit betroffen.

Regionale Unterschiede zeigen sich deutlich: Während der äußerste Westen und Südwesten noch orange eingefärbte Bereiche mit moderater Dürre aufweisen, dominiert in den zentralen Landesteilen um Dresden und Chemnitz sowie im Osten die schwere Dürre-Klasse. Einzelne dunkelrote Flecken im zentralen Bereich deuten sogar auf extreme Dürre hin. Lediglich kleine Areale im äußersten Nordwesten zeigen noch hellgelbe Färbung mit ungewöhnlicher Trockenheit.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 16 mm Niederschlag eine moderate Regenmenge bei durchschnittlich 17,6°C. Da der UFZ-Dürremonitor jedoch ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, sind kürzliche Niederschläge nur teilweise in der Karte sichtbar. Der tiefe Boden reagiert träge auf kurzfristige Wetterveränderungen. Für die kommenden drei Tage werden weitere 8 mm Niederschlag bei gemäßigten Temperaturen um 20°C erwartet.
Die schwere Dürre in weiten Teilen Sachsens stellt eine spürbare Belastung für die Landwirtschaft dar. Besonders betroffen sind Kulturen mit tieferen Wurzelsystemen, da die Bodenfeuchte auch in größeren Tiefen deutlich reduziert ist. Für Wälder bedeutet die anhaltende Trockenheit erhöhten Stress, während die Wasserversorgung in den betroffenen Gebieten verstärkt überwacht werden sollte.
Den aktuellen Wetterbericht für Sachsen finden Sie hier.