Die Hochtaunus-Region beschäftigt die Polizei derzeit mit mehreren Straftaten: einem Angriff am Bahnhof Usingen, einem schweren Verkehrsunfall mit zwei verletzten Jugendlichen, einem perfiden Schockanruf gegen eine Seniorin und einem gescheiterten Einbruchversuch in einen Kindergarten.
Am Mittwochabend gegen 22:10 Uhr ist ein 20-Jähriger auf der Bahnhofstraße in Usingen von zwei unbekannten Tätern angegriffen worden. Der Mann war gerade auf dem Weg zum Bahnsteig, als die beiden hinter ihm herrannten. Einer der Täter schlug ihm unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Der 20-Jährige stürzte zu Boden und verletzte sich dabei. Die beiden Angreifer flüchteten daraufhin in unbekannte Richtung.
Der erste Täter soll etwa 16 bis 19 Jahre alt und circa 1,75 Meter groß sein. Er habe schwarze, lockige Haare und trug ein schwarzes T-Shirt. Der zweite Täter ist nach Angaben des Opfers etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß mit glatten, dunklen Haaren.
Zeugen können sich unter (06081) 92080 bei der Polizeistation Usingen melden.
In der Nacht zum Donnerstag ereignete sich in Kronberg im Taunus an der Kreuzung Frankfurter Straße und Hartmuthstraße ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 19-Jähriger fuhr gegen 02:00 Uhr mit einem schwarzen VW Golf die Frankfurter Straße aus Richtung Berliner Platz. Gleichzeitig war eine 16-Jährige mit einem grauen Citybike auf der Hartmuthstraße unterwegs – auf dem Fahrrad saß eine ebenfalls 16-jährige Mitfahrerin.
An der Einmündung fuhr die Radfahrerin auf die Frankfurter Straße ein, ohne auf den von links kommenden, vorfahrtsberechtigten Golf zu achten. Obwohl der Autofahrer versuchte auszuweichen, erfasste der Wagen das Fahrrad. Beide Jugendliche prallten gegen den Pkw und stürzten zu Boden. Sie wurden schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Der 19-jährige Fahrer und sein 18-jähriger Mitfahrer blieben unverletzt. An beiden Fahrzeugen entstand hoher Sachschaden – weder der Golf noch das Fahrrad waren noch fahrbereit.
Auch eine Seniorin in Neu-Anspach wurde am Mittwochabend Opfer von Betrügern. Gegen 19:50 Uhr rief eine weibliche Täterin die Frau über eine ausländische Telefonnummer an und gab sich als ihre Tochter aus. Sie behauptete, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu sein und drohe eine Haftstrafe. Um das zu verhindern, müsse Geld gezahlt werden.
Im Anschluss übernahm ein männlicher Täter das Gespräch und gab sich als Polizeibeamter aus. Er forderte die Seniorin auf, ihr Bargeld an einen Abholer zu übergeben. Die verängstigte Frau gab ihre Adresse in der Straße Wiesenau an. Ein unbekannter Mann erschien daraufhin an ihrer Wohnung und nahm das Bargeld entgegen. Der Abholer wurde als etwa 30 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß und schlank beschrieben. Er hatte kurze, helle Haare und führte eine kleine schwarze Tasche mit sich.
Die Kriminalpolizei in Wiesbaden ermittelt und nimmt Hinweise unter (0611) 345-0 entgegen. Die Polizei weist darauf hin, dass solche Täter mit rhetorischem Geschick arbeiten und ihre Opfer psychologisch unter starken Druck setzen. Die Behörde empfiehlt: sofort auflegen, wenn Geldformerungen erfolgen, eine Person des Vertrauens anrufen, niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte übergeben, keine persönlichen oder finanziellen Informationen preisgeben, verdächtige Anrufe unter 110 melden und die angezeigte Telefonnummer notieren.
Ebenfalls am Mittwochabend versuchte ein unbekannter Täter, in den Kindergarten im Mühlweg in Bad Homburg einzubrechen. Gegen 18:30 Uhr warf er mit einem Gegenstand die Scheibe einer Terrassentür ein. Da ein Einstieg nicht möglich war, versuchte er über ein Fenster im rückwärtigen Bereich einzudringen. Als er dabei gestört wurde, flüchtete er in Richtung Schöne Aussicht.
Der Täter wird als männlich, etwa 1,80 Meter groß und zwischen 35 und 45 Jahren alt beschrieben. Er habe eine sportliche Statur, braun gebrannte Haut und kurz geschorene dunkle Haare. Getragen habe er ein braunes Shirt, eine blaue kurze Hose mit weißen Streifen und schwarze Sneaker.
Zeugen können sich unter (06172) 1200 bei der Polizeistation Bad Homburg melden.