Die Polizei in Stralsund und Umgebung hatte in den vergangenen Tagen mit mehreren ungewöhnlichen Einsätzen zu tun, die alle Tiere betrafen. Von einer vermuteten Giftschlange bis zu einem verletzten Jugendlichen nach einem Hundebiss reichte die Bandbreite der Vorfälle.
Am Freitag, 10. Juli 2026, meldete eine Stralsunderin der Polizei eine rot-weiße Schlange an der Hauswand eines Mehrfamilienhauses in der Fährstraße. Weil die Frau von einer Giftschlange ausging, rückten sowohl Polizei als auch Feuerwehr an. Die Feuerwehr sicherte das Tier und brachte es in den Tierpark. Wie sich herausstellte, handelte es sich vermutlich um eine ungiftige Rote Königsnatter.
Ein Tag später, am Samstag, 11. Juli 2026, meldete sich gegen 21:00 Uhr jemand bei der Polizei und berichtete vom versuchten Diebstahl eines Pferdes aus einem Stall in Groß Mohrdorf. Das Pferd war etwa 5.000 bis 6.000 Euro wert. Als die Täter die Stallungen verließen, befanden sich augenscheinlich noch alle Pferde in ihren Boxen. Später wurde jedoch ein Pferd im Ort selbst aufgefunden. Das Tier hatte sich offenbar verletzt und lief frei durch das Dorf. Nach aktuellem Stand besteht der Verdacht, dass das Pferd entwendet werden sollte. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Der schwerste Fall ereignete sich am Sonntag, 12. Juli 2026, gegen 17:45 Uhr in Zipke: Ein 14-jähriger Deutscher wurde bei einem Hundebiss schwer verletzt. Nach den bisherigen Erkenntnissen fand auf einem Privatgrundstück mit Pool ein Familientreffen statt. Mehrere Anwesende spielten gemeinsam mit einem Hund der Rasse American Bully, indem sie ein Spielzeug in den Pool warfen. Der Hund sprang hinterher, um das Spielzeug zu holen. Dabei geriet der Arm des 14-Jährigen, der sich im Pool befand, in das Maul des Hundes. Der Jugendliche erlitt dadurch schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.
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