Die vergangene Woche brachte für die Polizei im Raum Reutlingen mehrere schwere Vorfälle mit sich – darunter ein schwerer Verkehrsunfall mit einer Schwerverletzten und ein Tankstellenraub, bei dem die Polizei mit einem Hubschrauber fahndete.
Der schwerste Vorfall ereignete sich am Dienstagvormittag kurz vor neun Uhr an der Einmündung Rotes Kreuz in Esslingen. Eine 77-jährige Frau wollte mit ihrem VW Polo von der L 1150 nach links in Richtung Aichschieß abbiegen. Dabei wurde ihr Wagen von einem Kleintransporter eines 21-Jährigen erfasst, der von Baltmannsweiler kam. Durch den Zusammenstoß wurde der Polo zur Seite geschleudert und die Seniorin schwer verletzt. Sie musste mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden. Der 21-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Die Feuerwehr rückte zur Unterstützung aus, die Einmündung war drei Stunden gesperrt.
Am Dienstagabend gegen 23.25 Uhr überfielen zwei maskierte Männer eine Tankstelle in der Obertürkheimer Straße in Esslingen. Sie schlugen einen Angestellten, bedrohten ihn mit einer Waffe und forderten die Herausgabe von Bargeld. Anschließend flüchteten sie zu Fuß mit mehreren hundert Euro und gestohlenen Zigarettenpackungen. Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung ein, bei der neben zahlreichen Streifenwagen auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam – bisher ohne Erfolg. Der Angestellte wurde nur leicht verletzt und lehnte eine medizinische Versorgung ab. Die Täter sind zwischen 170 und 185 Zentimeter groß und von normaler Figur. Einer trug schwarze Hose und schwarze Daunenjacke mit weißen Sneakern, der andere schwarze Hose und schwarze Jacke mit Kapuze. Beide waren mit Sturmhauben maskiert und trugen schwarze Handschuhe.
In Burladingen-Melchingen brach am Dienstagabend gegen 21.50 Uhr ein Brand in einem Keller aus. Die Feuerwehr war mit 50 Kräften im Einsatz, der Rettungsdienst mit 16 Helfern. Ein Hausbewohner hatte bereits erste Löscharbeiten begonnen, bevor die Feuerwehr das Feuer schnell unter Kontrolle brachte. Drei Bewohner kamen wegen Verdachts auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Das Gebäude ist wegen einer geplatzten Wasserleitung derzeit nicht bewohnbar. Die Polizei beschlagnahmte und versiegelte es zur Klärung der Brandursache. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 60.000 Euro.
Bei einem weiteren Vorfall stieß ein 64-jähriger Motorradfahrer am Dienstagabend gegen 18.45 Uhr auf einem Feldweg bei Münsingen mit einem Hund zusammen. Der Berner Sennenhund überquerte plötzlich die Fahrbahn und prallte gegen das Vorderrad der Harley-Davidson. Der Biker verlor die Kontrolle und stürzte, wurde leicht verletzt und kam ins Krankenhaus. Der Hund blieb unverletzt. Am Motorrad entstand ein Schaden von etwa 7.000 Euro.
In Denkendorf stürzte am Dienstagnachmittag gegen 17.40 Uhr ein 64-jähriger E-Bike-Fahrer, nachdem er mit dem Rad gegen den Bordstein gestoßen war. Der Mann war stark alkoholisiert – ein Test ergab deutlich über ein Promille. Er zog sich schwere Verletzungen zu und musste ins Krankenhaus. Eine Blutprobe wurde entnommen.
Ein weiterer Unfall ereignete sich auf der B 10 bei Esslingen, als eine 73-Jährige am Dienstagnachmittag gegen 17.15 Uhr am Steuer einschlief. Mit ihrem Audi A3 kam sie nach rechts von der Fahrbahn ab und beschädigte die Leitplanke auf 30 Metern Länge. Das Auto musste abgeschleppt werden, der Schaden beträgt 15.000 Euro.
In Tübingen mischte sich am Dienstagabend ein 36-Jähriger in einen Polizeieinsatz ein und griff Beamte an. Die Polizisten waren in den Schleifmühleweg gerufen worden, weil ein Mann Passanten anpöbelte. Der 36-Jährige ignorierte Aufforderungen, Abstand zu halten, und schlug in Richtung der Polizisten. Er wurde zu Boden gebracht und festgenommen, leistete dabei erheblichen Widerstand. Zwei Polizisten wurden leicht verletzt. Der Mann kam in Gewahrsam und wird wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte und Widerstands angezeigt.
Auf der L442 bei Burladingen kippte am Mittwochmorgen gegen 6.10 Uhr der Anhänger eines 44-jährigen VW-Fahrers um. Der mit Glasscheiben beladene Anhänger geriet vermutlich wegen zu hoher Geschwindigkeit in einer Rechtskurve ins Schaukeln. Die Fahrbahn war mit Glasscherben übersät und musste kurzzeitig gesperrt werden. Es entstand ein Schaden von mehreren tausend Euro.