Ein 36-Jähriger hat am Samstagnachmittag (08.08.2026) in Stein im Landkreis Fürth einen 37-jährigen Mann stundenlang in seiner Wohnung eingesperrt, geschlagen und bedroht. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei rückte an – der Tatverdächtige konnte schließlich festgenommen werden.
Ausgangspunkt war eine Auseinandersetzung im häuslichen Umfeld des 36-Jährigen. Nachdem die anderen Beteiligten die gemeinsame Wohnung in der Schillerstraße verlassen hatten, klingelte der Mann mutmaßlich wahllos an Türen in der näheren Umgebung. Als der 37-Jährige öffnete, lockte der Tatverdächtige ihn unter einem Vorwand in seine Wohnung.
Dort forderte der 36-Jährige das Handy des Geschädigten ein. Anschließend beschuldigte er ihn, eine Affäre mit seiner Frau zu haben – eine Anklage, die der 37-Jährige energisch bestritt, da er weder den Mann noch dessen Frau kannte. Der Tatverdächtige sperrte daraufhin die Wohnungstür ab. Über mehrere Stunden hinweg schlug und bedrohte er sein Opfer.
Nach langen Stunden gelang es dem Geschädigten schließlich, die Wohnung zu verlassen. Er trug massive Hämatome von den Schlägen davon und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.
Die Staatsanwaltschaft ordnete die Durchsuchung der Tatwohnung an. Gegen 19:30 Uhr betraten SEK-Kräfte die Räumlichkeiten – der 36-Jährige war jedoch bereits weg. Eine Fahndung führte zunächst ins Leere. Gegen 22:15 Uhr kehrte der Mann zu seiner Wohnanschrift zurück und wurde dort durch Zivilkräfte festgenommen.
Ein Arzt führte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme beim Tatverdächtigen durch. Die Ermittler beantragten Haft. Der 36-Jährige wird im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.
Die Polizei vermutet, dass mutmaßlicher Drogenkonsum und damit verbundene psychische Auffälligkeiten hinter dem Handeln des Tatverdächtigen stecken.
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