Sicherer Schulweg: Leipzig arbeitet an Überweg in Lößnig

Der Stadtbezirksbeirat Süd hat die Stadtverwaltung beauftragt, bis Ende des vierten Quartals 2026 eine Lösung für einen sicheren Fußgängerüberweg in der Hans-Marchwitza-Straße vor dem Werner-Vogel-Schulzentrum zu entwickeln. Auch das Parkmanagement in der Gegend soll dabei berücksichtigt werden.

Hintergrund ist ein Schulprojekt von Schülerinnen und Schülern des Schulzentrums. Diese hatten ihre Idee beim Kinderkongress der Stadt Leipzig im April dieses Jahres vorgestellt. Dort erhielten Vertreter der Stadtverwaltung symbolisch einen Staffelstab übergeben, um die Projekte gemeinsam mit den Schulen umzusetzen.

Am 17. Juni fand ein Ortstermin mit der Arbeitsgruppe Schulwegsicherheit, dem Mobilitätsamt (MTA), Schulvertreterinnen und Vertretern des Stadtbezirksbeirats Süd statt. Dabei wurde die Verkehrssituation vor der Förderschule analysiert. Nach Angaben der AG Schulwegsicherheit wurde im Ortstermin zwar keine akute Gefahrensituation beim Überqueren festgestellt. Allerdings gibt es hohes Verkehrsaufkommen in Bring- und Abholzeiten mit unübersichtlichen Bedingungen. Zudem werden Tempo-30-Regelungen und Halteverbote nicht immer eingehalten.

Die Fachleute merkten an, dass eine Querungshilfe kostenpflichtig wäre. Der Stadtbezirksbeirat Süd argumentiert jedoch, dass die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler ein zentrales Argument für die Umsetzung ist. Dies stärke das Bewusstsein, dass sich Engagement für die Allgemeinheit lohnt. Zudem seien bei einer Förderschule für Kinder mit geistiger Beeinträchtigung erhöhte Anforderungen an die Schulwegsicherheit berechtigt.

Unterstützt wird das Projekt von Bürgermeister Thomas Dienberg und dem städtischen Fußverkehrsbeauftragten Friedemann Görl.

Carsten Müller, Politikredaktion Sachsen