Studie zu Dachausbau und Dachaufstockung vorgelegt

Der Gemeinderat Freiburg hat sich mit einer Potenzialanalyse zum Dachausbau und zur Dachaufstockung befasst. Die Studie wurde mit Förderung des Landes Baden-Württemberg erstellt und untersucht, wie viele zusätzliche Wohnungen durch Umbauten im Dachbereich entstehen könnten.

Im Fokus der Analyse standen rund 7.700 Gebäude bestimmter Typologien: Blockrandbebauung, mehrstöckige Wohnbauten aus den 1950er- bis 1990er-Jahren und Sonderbauten wie Supermärkte oder Parkhäuser. Die Forscher entwickelten eine Checkliste mit Kriterien, um für jedes Gebäude die Eignung und Realisierungswahrscheinlichkeit einer Dachentwicklung zu bewerten. Dabei spielten Faktoren wie Baurecht, denkmalschutzrechtliche Regelungen, Eigentümerstruktur und Infrastrukturversorgung eine Rolle.

Das Ergebnis: Ohne Berücksichtigung von Wohnungseigentumsgemeinschaften liegt das realistische Potenzial bei etwa 1.800 bis 3.200 neuen Wohneinheiten. Bei einer durchschnittlichen Sanierungsquote von 3 Prozent pro Jahr würden das etwa 50 bis 90 neue Wohnungen jährlich bedeuten. Ballungen dieser Potenziale wurden in Landwasser, Stühlinger, Weingarten, Haslach und St. Georgen identifiziert.

Der Gemeinderat beschloss, die Studie zur Kenntnis zu nehmen und die Verwaltung mit der Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen zu beauftragen. Die Ergebnisse sollen in die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans 2040 einfließen. Parallel werden Informationsmaterialien veröffentlicht. Zudem läuft bereits ein Förderprojekt zum Innenentwicklungsmanagement, das Eigentümer in verschiedenen Stadtteilen bei Umstrukturierungen berät.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg