Syrer wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Deutschland festgenommen

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Die Bundesanwaltschaft hat am 30. September 2026 einen syrischen Staatsangehörigen in Neuwied festnehmen lassen. Dem Mann wird vorgeworfen, während des syrischen Bürgerkriegs Kriegsverbrechen begangen zu haben.

Nach Angaben der Ermittler gehörte Ibrahim A. zunächst zu den staatlichen syrischen Streitkräften, schloss sich aber spätestens im November 2012 einer oppositionellen Miliz an und übernahm dort die Position eines Kommandeurs. Im September oder Oktober 2015 soll er gemeinsam mit anderen drei vermeintliche Regimeangehörige festgenommen haben. Die Gefangenen wurden nach Angaben der Behörden gezwungen, Angriffe auf A. und andere Mitglieder seiner Miliz zu gestehen. Anschließend wurden sie hingerichtet. Dem Verdächtigen wird zur Last gelegt, dass er ihnen jeweils aus unmittelbarer Nähe in den Kopf schoss.

Die Festnahme erfolgte aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 6. August 2026. Ibrahim A. wird verdächtigt, Kriegsverbrechen gegen Personen durch Tötung begangen zu haben. Er wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der über den Vollzug von Untersuchungshaft entscheiden wird.

(Gerhard Schmidt, Justizredaktion Karlsruhe)

Quelle: Pressemitteilung Generalbundesanwalt

(Gerhard Schmidt, Justizredaktion Karlsruhe)

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