Tödlicher Traktorunfall in Pfullingen – mehrere schwere Verkehrsunfälle in der Region

(Symbolbild)

Ein 80-jähriger Traktorfahrer ist am Samstagvormittag in Pfullingen tödlich verunglückt. Der Mann befuhr gegen 11 Uhr zunächst einen forstwirtschaftlichen Weg oberhalb der dortigen Skisprungschanze und bog dann auf Höhe der Skihütte in Gefällerichtung auf die Wiese eines abschüssigen Hangs ab. Auf halber Höhe des Abhangs lenkte er seinen Traktor nach links, woraufhin sich dieser überschlug. Dabei wurde der 80-Jährige aus dem Traktor geschleudert und unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Hinweise auf Fremdverschulden oder technische Mängel ergaben sich im Verlauf der Ermittlungen bislang nicht.

Der alte Ackerschlepper war nicht mit einem Überrollbügel ausgestattet. Die Bergwacht half bei der Bergung des Fahrzeugs zusammen mit den Feuerwehren Pfullingen und Reutlingen. Der Sachschaden am Traktor beläuft sich auf etwa 500 Euro. Da Betriebsstoffe ausgelaufen waren, verständigte die Polizei das zuständige Umweltamt. Die Verkehrspolizeiinspektion Tübingen war für die Unfallaufnahme vor Ort.

In der Region ereigneten sich in demselben Zeitraum mehrere weitere schwere Verkehrsunfälle. Bei einem Überholmanöver auf der Kreisstraße 6758 zwischen Böhringen und Grabenstetten wurde ein 76-jähriger Volvo-Fahrer lebensgefährlich verletzt. Gegen 16.50 Uhr übersah der Volvo-Lenker bei einem Überholvorgang einen entgegenkommenden Traktor eines 37-Jährigen. Um eine Kollision zu vermeiden, lenkte der 76-Jährige sein Fahrzeug in den Grünstreifen. Hier überfuhr er ein Wegweiserschild, das gegen einen dahinter fahrenden Saic-Pkw eines 29-Jährigen geschleudert wurde. Im weiteren Verlauf kollidierte der Volvo mit einem Erdwall. Der 76-Jährige zog sich schwerste Verletzungen zu und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Der 62-jährige Beifahrer des Saic-Pkw erlitt leichte Verletzungen durch die beschädigte Fensterscheibe. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 35.000 Euro.

In Unterensingen verursachte ein 48-Jähriger am Sonntagmorgen gegen 0.30 Uhr einen schweren Unfall mit dem Pedelec. Der Mann war deutlich alkoholisiert und befuhr den Rad- und Fußweg zwischen Zizishausen und Unterensingen in Richtung Unterensingen. Hinter ihm fuhr ein 14-jähriger Familienangehöriger mit seinem E-Scooter. Der 48-Jährige kam mutmaßlich, als er sich nach dem 14-Jährigen umdrehte, auf die linke Seite des Weges und kollidierte mit einem entgegenkommenden Fahrrad eines 39-Jährigen. Der Pedelec-Fahrer stürzte und zog sich schwere Verletzungen zu. Ein Alkoholtest zeigte einen Wert von über einem Promille, weshalb eine Blutentnahme durchgeführt wurde.

Auch in Altdorf ereignete sich am Samstagmittag ein Unfall unter Alkoholeinfluss. Ein 28-jähriger BMW-Fahrer kollidierte gegen 0.55 Uhr auf der Kirchstraße kurz nach dem Ortseingang mit einem ordnungsgemäß geparkten VW Up. Die Wucht des Aufpralls schleuderte den VW mehrere Meter nach vorne. Der BMW-Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Ein Atemalkoholtest ergab weit über 1,5 Promille, woraufhin eine Blutentnahme durchgeführt und der Führerschein beschlagnahmt wurde. Der Sachschaden wird mit jeweils etwa 10.000 Euro pro Fahrzeug beziffert. Das Polizeirevier Nürtingen prüft noch, ob auch ein weiterer geparkter Pkw beschädigt wurde.

In Haigerloch ereignete sich am Samstagmorgen gegen 10.30 Uhr ein Vorfahrtsunfall auf der Bundesstraße 463. Ein 85-jähriger Smart-Fahrer befuhr die bevorrechtigte Straße von Gruol kommend in Fahrtrichtung Haigerloch-Stetten. An der Einmündung zur Kreisstraße 7113 übersah ein 47-jähriger BMW-Fahrer den bevorrechtigten Smart-Fahrer und wollte einbiegen. Es kam zu einem seitlichen Streifvorgang. Der Smart-Fahrer erlitt leichte Verletzungen, die BMW-Insassen blieben unverletzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 50.000 Euro. Die Unfallstrecke war für etwa eine Stunde gesperrt.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich in Römerstein, wo es am Samstagabend bei einem Geburtstagsfest zu einer Verpuffung kam. Ein 48-Jähriger, der als Grillmeister engagiert war, verwendete gegen 20.45 Uhr zum Flambieren des Desserts augenscheinlich hochprozentigen Alkohol. Dies führte zunächst zu einer Verpuffung und anschließend zu einer größeren Stichflamme. Eine etwa zwei Meter vom Grill entfernt stehende 39-jährige Frau erlitt oberflächliche Brandverletzungen an den Armen und konnte nach medizinischer Behandlung vor Ort bleiben. Das T-Shirt eines weiteren Gasts geriet in Brand. Der 39-jährige Gast erlitt Brandverletzungen im Kopfbereich und musste zur weiteren Behandlung in eine nahe gelegene Klinik gebracht werden, konnte diese aber nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Das Polizeirevier Metzingen ermittelt gegen den 48-Jährigen wegen fahrlässiger Körperverletzung.

In Ostfildern kam es in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 23.20 Uhr am Herzog-Philipp-Platz zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Drei Barbesucher gerieten zunächst in verbale Streitigkeiten, der Streit verlagerte sich in den Außenbereich, wo weitere Personen hinzustießen. Bei der körperlichen Auseinandersetzung wurde ein 35-jähriger Beteiligter von einem bislang Unbekannten mit einem Messer verletzt. Der Mann wurde erstversorgt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Der unbekannte Täter wird wie folgt beschrieben: etwa 185 Zentimeter groß, bekleidet mit dunklem Anglerhut, kurzer beiger Hose, beigefarbenem Hemd und weißem Tanktop. Das Polizeirevier Filderstadt ermittelt und bittet Zeugen unter 0711/7091-3 um Hinweise.

In Balingen eskalierte eine körperliche Auseinandersetzung am frühen Sonntagmorgen gegen 1.15 Uhr auf dem Parkplatz eines Baumarkts. Ein 17-jähriger Beifahrer eines VW Passat war mit einer weiteren Person in Streit geraten, als ein 46-Jähriger mit mehreren Begleitern hinzukam und mehrfach auf die Motorhaube des Fahrzeugs einschlug. Der 19-jährige Fahrer des Passat fuhr daraufhin vorwärts aus seiner Parklücke und stieß mit dem 46-Jährigen zusammen. Dieser erlitt eine Schulterverletzung und wurde in eine Klinik gebracht. Der VW-Fahrer entfernte sich anschließend unerlaubt von der Unfallstelle. Beim Fahrzeug entstand geringer Sachschaden. Die Ermittlungen dauern an.

Auch bei Einbruch und Sachbeschädigungen war die Polizei aktiv. In Tübingen wurde ein 20-jähriger Mann auf frischer Tat beim Einbruch in eine Schule festgenommen. Ein Zeuge hatte gegen 6.45 Uhr verdächtigen Lärm wahrgenommen und die Polizei alarmiert. Der Mann hatte mittels eines Steins eine Fensterscheibe eingeworfen und war so in die Schule gelangt. In der Bibliothek durchsuchte er mehrere Räume und entwendete Bargeld. Das Polizeirevier Tübingen ermittelt wegen besonders schweren Diebstahls. Der Verdächtige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß entlassen.

In Albstadt wurde am frühen Sonntagmorgen gegen 3.50 Uhr ein versuchter Aufbruch eines Zigarettenautomaten in der Breslauer Straße gemeldet. Eine Anwohnerin rief die Polizei, da sich zwei Personen an dem Automaten zu schaffen machten. Die Täter flüchteten in Richtung Liegnitzer Straße, bevor der erste Streifenwagen eintraf. Den Tätern war es nicht gelungen, den Automaten zu öffnen. Der Sachschaden wird jedoch mit etwa 1.000 Euro beziffert. Der erste Täter wird beschrieben als männlich, etwa 165 Zentimeter groß, bekleidet mit schwarzer Sweatjacke mit Reißverschluss und langer hellblauer Schlaghose. Der zweite Täter war ebenfalls dunkel gekleidet. Beide trugen schwarze Masken und schwarze Handschuhe. Das Polizeirevier Albstadt ermittelt und bittet unter 07432/955-0 um Zeugenhinweise.

Darüber hinaus ermittelt die Polizei zu einem Dachstuhlbrand in der Reutlinger Altstadt. Der Brand ereignete sich früh am Sonntagmorgen in der Kanzleistraße. Die Nachlöscharbeiten konnten zwischenzeitlich abgeschlossen werden. Neben dem ursprünglich betroffenen Gebäude sind auch zwei weitere Häuser derzeit nicht mehr bewohnbar. Die betroffenen Bewohner konnten alle bei Angehörigen unterkommen. Der Gesamtschaden dürfte in den nächsten Tagen noch erheblich nach oben korrigiert werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Das Polizeirevier Reutlingen bittet Zeugen des Brandgeschehens, sich unter 07121/942-3333 zu melden.

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