In Frankfurt haben Betrüger in zwei Fällen ältere Menschen um Bargeld und Wertgegenstände in erheblichem Umfang gebracht. Die Täter gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und überzeugten ihre Opfer, dass deren Ersparnisse in Gefahr seien.
Eine 77-Jährige aus Harheim erhielt zunächst über mehrere Tage hinweg Anrufe eines vermeintlichen Polizisten. Dieser behauptete, dass ihr Ersparte auf der Bank nicht sicher sei und von der Polizei überprüft werden müsse. Der Geschädigten gelang es, die Seniorin zu überreden, Bargeld abzuheben und dieses an zwei verschiedenen Tagen einer unbekannten Person auf einem Supermarkt-Parkplatz zu übergeben. Die Beute betrug einen hohen fünfstelligen Betrag.
Ein ähnlicher Fall ereignete sich gestern, am 1. Juli 2026, in Sachsenhausen. Anrufer, die sich ebenfalls als Polizisten ausgaben, erzählten einer 82-Jährigen, dass der Inhalt ihres Bankschließfaches gefährdet sei und zur Sicherheit in polizeiliche Verwahrung genommen werden müsse. Die Frau holte daraufhin Bargeld und Wertgegenstände aus ihrem Schließfach und übergab diese an eine unbekannte Person. Der entstandene Schaden liegt im unteren sechsstelligen Bereich.
Die Frankfurter Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und gibt folgende Sicherheitsempfehlungen: Rufen Sie bei Zweifeln selbst bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson stammt – suchen Sie die Telefonnummer selbst heraus. Geben Sie am Telefon niemals Details zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen preis. Wichtig zu wissen: Die echte Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge oder Wertsachen bitten. Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen – legen Sie auf und wählen Sie die 110. Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen den Dienstausweis. Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung und bleiben Sie wachsam gegenüber verdächtigen Personen in der Nachbarschaft. Im Zweifelsfall sollten Sie auch Ihre Angehörigen hinzuziehen.