Welt-Lupus-Tag: Aufmerksamkeit für eine unterschätzte Autoimmunerkrankung

(Symbolbild)

Heute, am 11. Mai, wird weltweit der Welt-Lupus-Tag begangen. Dieser internationale Gedenktag wurde 2004 von Lupus-Organisationen aus 13 Ländern ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für diese komplexe Autoimmunerkrankung zu schärfen und Betroffenen eine Stimme zu geben.

Lupus ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem gesunde Gewebe und Organe angreift. Die Krankheit kann praktisch jedes Organsystem betreffen – von der Haut über die Gelenke bis hin zu Nieren, Herz und Gehirn. Trotz ihrer Verbreitung ist Lupus in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt, was oft zu Verzögerungen bei der Diagnose und inadäquater Behandlung führt.

Weltweit leben schätzungsweise fünf Millionen Menschen mit Lupus, wobei etwa 90 Prozent der Betroffenen Frauen sind, meist im gebärfähigen Alter. In Deutschland sind rund 40.000 Menschen erkrankt. Die Symptome sind vielfältig und oft unspezifisch: Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Hautausschläge und Fieber können auf viele Krankheiten hindeuten. Diese ‚Chamäleon-Eigenschaften‘ erschweren die Diagnose erheblich – im Durchschnitt vergehen sechs Jahre bis zur korrekten Erkennung der Krankheit.

Der Welt-Lupus-Tag wird von Patientenorganisationen, Kliniken und Forschungseinrichtungen genutzt, um über die Erkrankung aufzuklären. Violett und lila sind die offiziellen Farben des Tages, mit denen Gebäude illuminiert und Kampagnen gestaltet werden. Selbsthilfegruppen organisieren Informationsveranstaltungen, während in sozialen Medien unter Hashtags wie #WorldLupusDay persönliche Geschichten geteilt werden.

Weitere Gedenktage am 11. Mai sind der Internationale Tag der Pflegenden, der das Wirken von Pflegekräften würdigt, sowie verschiedene nationale Feiertage in einzelnen Ländern.