Stand 17:00 Uhr, Mittwoch, 01. Juli 2026: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in Nordrhein-Westfalen kein Gewitterrisiko. Der Instabilitäts-Index liegt heute bei 0 von 10 – die Atmosphäre ist vollständig stabil. Bis in die Nacht hinein bleibt es trocken, die Niederschlagswahrscheinlichkeit beträgt lediglich 3 Prozent bei minimalen 0,4 mm. Der Wind weht mit 21 km/h, Böen bis 35 km/h sind möglich, aber ohne konvektiven Unterbau – also ohne aufsteigende Feuchteluft – entstehen daraus keine Gewitter. Die Temperaturen sinken in der Nacht von 26°C auf rund 16°C, geordnet und ohne Wetterumschwung.
Die meteorologische Begründung ist eindeutig: Ein Taupunkt-Gradient von 8,6°C bedeutet, dass die Luft vergleichsweise trocken ist – erst unterhalb von 7°C wird es aus Gewitterperspektive kritisch, da dann genug Feuchte für aufsteigende Luftpakete vorhanden wäre. Die Luftfeuchte von 68 Prozent liegt zwar nicht weit vom problematischen Schwellenwert von 70 Prozent entfernt, wird aber durch den stabilen Instabilitäts-Index vollständig neutralisiert. Ein stabiles Druckfeld verhindert jeden dynamischen Auftrieb – Konvektion, also das Aufsteigen warmer, feuchter Luftmassen, das Gewitter erst auslöst, findet heute schlicht nicht statt.
Der Blick auf Donnerstag, den 02. Juli, zeigt eine Veränderung: Der Instabilitäts-Index steigt auf 5 von 10 – das entspricht einem moderaten Gewitterpotenzial. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit klettert auf 20 Prozent, der Taupunkt-Gradient verbessert sich aus Gewittersicht auf 6,7°C, was auf mehr verwertbare Feuchte in der unteren Atmosphäre hindeutet. Gleichzeitig frischen die Winde auf 28 km/h auf, mit Böen bis 45 km/h – diese Windscherung, also die Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe, kann aufsteigenden Gewitterzellen eine rotierende Struktur geben und sie langlebiger machen. Das Risiko bleibt im moderaten Bereich, ist aber klar vorhanden. Freitag und Samstag zeigen den Instabilitäts-Index wieder deutlich schwächer (0 bzw. 3 von 10) bei gleichzeitig sinkenden Temperaturen – eine Entspannung der Gewitterlage ist ab dem Wochenende zu erwarten.
Für den heutigen Abend sind keine Schutzmaßnahmen erforderlich – die Lage ist stabil und ungefährlich. Im Hinblick auf Donnerstag empfiehlt sich jedoch Aufmerksamkeit: Wer Outdoor-Aktivitäten, Wassersport oder längere Fahrten plant, sollte die Entwicklung der Wetterlage am Donnerstagvormittag nochmals prüfen. Warnsignale für aufziehende Gewitter sind eine auffällige Verdunkelung des Himmels im Westen, rasch zunehmende Böen sowie ein plötzlicher Temperatursturz von mehreren Grad innerhalb weniger Minuten. Bei solchen Anzeichen gilt: Gewässer sofort verlassen, Schutz in festen Gebäuden suchen und Abstand von Bäumen, Masten und offenen Flächen halten. Offene Überdachungen wie Bushaltestellen oder Carports bieten keinen sicheren Schutz vor Blitzschlag.
