Zwei schwere Brände haben Ende Juli ein großes Mehrfamilienhaus im Bremer Ortsteil Farge zerstört. Am Donnerstagabend, 16. Juli 2026, wurde eine Person lebensgefährlich verletzt, nur 27 Stunden später folgte ein Großbrand des Dachstuhls.
Der erste Brand brach kurz vor 22 Uhr in einer Dachgeschosswohnung aus. Als die Feuerwehr eintraf, drang bereits Rauch aus der Wohnung. Eine Person wurde vermisst. Mehrere Atemschutztrupps drangen in das Gebäude vor und retteten eine leblose Person ins Freie. Der Rettungsdienst transportierte den lebensgefährlich Verletzten in ein Krankenhaus. Nach aktuellem Stand vom 20. Juli ist sein Zustand stabil.
Die Einsatzkräfte brachten das Feuer schnell unter Kontrolle. Nach einer Stunde meldeten sie „Feuer aus“. Um kurz nach Mitternacht war der erste Einsatz beendet.
In der Nacht zum Samstag, 18. Juli 2026, folgte das Desaster: Ein Großaufgebot aus Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr musste erneut ausrücken. Der Dachstuhl des Wohngebäudes stand lichterloh in Flammen. Die Einsatzkräfte bekämpften das Feuer über eine Drehleiter, während Atemschutztrupps von innen das Gebäude kontrollierten und die Löschmaßnahmen verstärkten.
Während des Einsatzes kam es zu einem Teileinsturz von Gebäudeteilen. Ein Feuerwehrmann erlitt dabei leichte Verletzungen und wurde von First Respondern vor Ort versorgt.
Gegen 6:30 Uhr war der Einsatz zunächst beendet. Am Vormittag folgte eine Kontrolle, bei der jedoch keine Glutnester mehr entdeckt wurden. Das Wohnhaus ist nach den beiden Brandereignissen unbewohnbar.