16-Jähriger wegen IS-Unterstützung und Brandanschlag angeklagt

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Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf hat Anklage gegen einen 16-Jährigen aus Hamm erhoben. Ihm wird vorgeworfen, zwischen Mai und Oktober 2024 über Messenger mit einem IS-Mitglied in Kontakt gestanden zu haben und von seiner Absicht berichtet zu haben, ins IS-Gebiet auszureisen.

Darüber hinaus soll der Angeschuldigte sich ab Oktober 2025 mit einer weiteren Person über mögliche Anschlagsszenarien ausgetauscht und zu einem Brandanschlag auf eine Hamm’er Kirche bereit erklärt haben. Nach eigenen Angaben soll er konkrete Anweisungen zur Ausspähung des Kirchengebäudes erhalten und diese umgesetzt haben, etwa durch den Kauf einer Drohne. Zwischen August 2025 und März 2026 veröffentlichte er zudem fünf Social-Media-Posts mit IS-Musikvideos.

Im März 2026 soll der Jugendliche versucht haben, einen Hochsitz mit Silvesterraketen zur Explosion zu bringen. Nach einem psychiatrischen Gutachten war er bei den Taten aufgrund einer psychischen Erkrankung in seiner Einsichtsfähigkeit erheblich beeinträchtigt. Deshalb befindet er sich derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf muss nun entscheiden, ob die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen wird. In allen Verfahrensstufen bis zu einer Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

(Gerhard Schmidt, Justizredaktion Karlsruhe)

Quelle: Pressemitteilung Justiz Nordrhein-Westfalen

(Gerhard Schmidt, Justizredaktion Karlsruhe)

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