Stand 17:00 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in Deutschland kein nennenswertes Gewitterrisiko. Der heutige Montag zeigt sich trotz Höchstwerten von bis zu 27 °C ausgesprochen stabil – die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei gerade einmal 1 %, kein Millimeter Regen ist gefallen oder erwartet. Der Instabilitäts-Index liegt bei 5 von 10, was zwar ein mittleres konvektives Potenzial andeutet, jedoch reicht dieses unter den aktuellen Bedingungen nicht aus, um organisierte Konvektion – also aufsteigende Luftmassen, die Gewitter antreiben – in Gang zu setzen. Die Nacht verläuft trocken, ruhig und ohne Warnbedarf.
Der Grund für die ausbleibenden Gewitter liegt im Zusammenspiel mehrerer dämpfender Faktoren. Die Temperaturdifferenz zwischen Lufttemperatur und Taupunkt beträgt 6,3 °C – das ist zwar grenzwertig nah an der kritischen Schwelle von unter 7 °C, die auf ausreichend Feuchte in der unteren Atmosphäre hinweist, doch die Luftfeuchte von 71 % allein genügt nicht für Gewitterentwicklung. Entscheidend fehlt es an dynamischem Auftrieb: Die Windgeschwindigkeiten liegen bei moderaten 9 km/h mit Böen von maximal 22 km/h – weit unter den 40 km/h, die in Kombination mit Feuchte ein Mesozyklonen-Potenzial (also rotierende Aufwindsysteme als Vorstufe schwerer Gewitter) begründen würden. Auch die Windscherung – die Veränderung von Windrichtung und -stärke mit der Höhe – ist zu gering, um Gewitterzellen zu organisieren oder zu verstärken. Ohne nennenswerten Druckabfall gibt es keinen zusätzlichen dynamischen Auftrieb für die Atmosphäre.
Der Blick auf die nächsten 24 bis 72 Stunden bestätigt die ruhige Wetterlage. Am Dienstag, dem 29. September, sinkt die Luftfeuchte auf 50 %, der Instabilitäts-Index fällt auf 3 von 10, und die Temperaturdifferenz zum Taupunkt liegt bei 5,9 °C – die Atmosphäre trocknet aus und stabilisiert sich weiter. Mittwoch setzt diesen Trend fort, nahezu identische Werte lassen keine konvektive Aktivität erwarten. Zum Donnerstag, dem 1. Oktober, fällt die Temperatur-Taupunkt-Differenz auf nur noch 3 °C bei gleichzeitig stark abgeschwächtem Wind (Böen maximal 9 km/h) – das deutet auf eine zunehmend feuchte, aber vollständig stabile Hochdrucklage hin, in der allenfalls Nebel oder Hochnebel, aber definitiv keine Gewitter zu erwarten sind.
Auch wenn heute Abend und in den nächsten Tagen kein Gewitterrisiko besteht, lohnt ein Blick auf die allgemeinen Warnsignale für den Spätherbst-Übergang: Ein plötzlicher Temperaturrückgang um mehrere Grad innerhalb kurzer Zeit, eine rasche Verdunklung des Himmels durch aufziehende Cumulonimbus-Wolken (Gewittertürme) sowie spürbar zunehmende Böen gelten als klassische Frühwarner. Für die aktuelle Situation gilt: Outdoor-Aktivitäten, Radtouren und Wassersport können heute Abend und die gesamte Woche über ohne gewitterbezogene Einschränkungen geplant werden. Fahrerinnen und Fahrer sollten lediglich die sinkenden Nachttemperaturen im Blick behalten, die je nach Region Bodennebel begünstigen können.
