Das Wetter in Deutschland: Stabil und trocken – kein Gewitterrisiko am Abend des 28. Juli

Stand 17:00 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden – also bis in die frühen Morgenstunden des 29. Juli – besteht in Deutschland kein nennenswertes Gewitterrisiko. Der Instabilitäts-Index liegt heute bei lediglich 3 von 10, die Niederschlagswahrscheinlichkeit bei gerade einmal 1 Prozent, und der Himmel zeigt sich weitgehend ruhig. Böen erreichen maximal 21 km/h – weit entfernt von Werten, die konvektive Entwicklungen antreiben könnten. Weder regional noch überregional sind Gewitter in der Nacht zu erwarten. Der Abend bleibt angenehm warm bei Temperaturen um die 20 Grad, der Wind ist schwach bis mäßig aus wechselnden Richtungen.

Die beruhigte Wetterlage hat klare meteorologische Gründe: Die Temperatur-Taupunkt-Differenz beträgt heute 7,9 Grad Celsius – ein Wert, der zwar an der unteren Grenze zur sogenannten Problemzone liegt (kritisch wird es unter 7 Grad), aber noch keinen ausreichend feuchten Untergrund für Konvektion liefert. Die relative Luftfeuchte von 68 Prozent ist moderat, überschreitet jedoch nicht den kritischen Schwellenwert von 70 Prozent, ab dem Feuchte als treibender Faktor für Gewitterentstehung relevant wird. Der Instabilitäts-Index von 3 entspricht zwar dem unteren Ende des moderaten Bereichs, doch ohne dynamischen Auftrieb – also ohne sinkendes Druckfeld oder ausgeprägte Windscherung (Änderung der Windgeschwindigkeit und -richtung mit der Höhe) – bleibt dieses Potenzial ungenutztes Restpotenzial. Die Böen liegen mit 21 km/h deutlich unter der kritischen Marke von 40 km/h, ab der zusammen mit hoher Feuchte Mesozyklonen-artigen Strukturen (rotierende Aufwinde) entstehen könnten.

Der Blick auf die nächsten 24 bis 72 Stunden zeigt eine sich weiter stabilisierende und aufwärmende Wetterlage: Am Mittwoch, 29. Juli, klettert das Thermometer auf bis zu 32 Grad, während der Instabilitäts-Index auf 0 von 10 fällt – die Atmosphäre ist dann praktisch vollständig stabil. Die Taupunkt-Differenz steigt auf 9,8 Grad, die Luftfeuchte sinkt auf 50 Prozent. Regen oder Gewitter sind nicht in Sicht. Am Donnerstag, 30. Juli, setzt sich die Erwärmung mit bis zu 34 Grad fort – trotz einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von 20 Prozent und einer leicht erhöhten Böigkeit (bis 30 km/h) bleibt der Instabilitäts-Index bei 0, was selbst geringe Konvektionsentwicklung unwahrscheinlich macht. Der Freitag, 31. Juli, verdient hingegen einen zweiten Blick: Die Taupunkt-Differenz sinkt dann auf nur noch 4,2 Grad – ein klarer Hinweis auf zunehmende Feuchte in der unteren Atmosphäre – und der Instabilitäts-Index steigt wieder auf 3. Sollte bis dahin ein Drucksystem hinzukommen, könnte die zweite Wochenhälfte erneut konvektiv interessant werden. Diesen Trend beobachten wir engmaschig.

Auch wenn der heutige Abend keinerlei Gewittergefahr birgt, lohnt ein kurzer Blick auf allgemeine Warnsignale für kommende Tage: Ein plötzlicher Temperaturrückgang von mehr als 5 Grad innerhalb kurzer Zeit, rasch aufziehende Quellwolken (Cumulonimbus) im Westen oder Südwesten sowie eine spürbar zunehmende Böigkeit sind zuverlässige Frühwarnindikatoren. Für Outdoor-Aktivitäten, Wassersport und längere Fahrten gilt ab Freitag erhöhte Aufmerksamkeit – aktuelle DWD-Warnungen vor Fahrtantritt prüfen. Für diesen Abend gilt: Genießen Sie das ruhige, warme Sommerwetter ohne Einschränkungen.