Gewitter-Lage 17:00 Uhr – Montag, 21. September 2026: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in Deutschland kein nennenswertes Gewitterrisiko. Der Instabilitäts-Index liegt heute bei 5 von 10 – das markiert zwar die untere Schwelle eines moderaten Wertes, reicht aber in Kombination mit den übrigen atmosphärischen Bedingungen nicht aus, um konvektive Gewitter auszulösen. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit beträgt lediglich 12 Prozent, und die Modelle zeigen keinen Regen. Der Wind weht mit rund 21 km/h, einzelne Böen können bis zu 39 km/h erreichen – unangenehm, aber weit unter der kritischen Schwelle, die in Verbindung mit hoher Feuchte Gewitterpotenzial erzeugen würde. Temperaturen sinken in der Nacht auf etwa 9 Grad.
Meteorologische Begründung: Warum bleibt es trotz eines Instabilitäts-Index von 5 ruhig? Der entscheidende Faktor ist der Taupunkt-Gradient – also der Abstand zwischen Lufttemperatur und Taupunkt. Dieser beträgt heute 4,9 Grad Celsius. Ein Wert unter 7 Grad gilt zwar grundsätzlich als feuchte Atmosphäre, jedoch reicht die Luftfeuchte von 74 Prozent allein nicht aus, um Gewitterzellen zu zünden. Dazu fehlt der dynamische Auftrieb: Es gibt keinen relevanten Druckabfall, keine ausgeprägte Windscherung (also keine starke Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe) und kein ausreichendes CAPE – das Äquivalent zur konvektiven verfügbaren potentiellen Energie, die Gewitterzellen ihren Aufwind liefert. Die Böen von 39 km/h bleiben knapp unterhalb der kritischen Marke von 40 km/h, ab der in Kombination mit hoher Feuchte rotierende Gewitterzellen, sogenannte Mesozyklonen, theoretisch denkbar wären. Heute Abend bleibt dieses Szenario aber klar ausgeschlossen.
Nacht und nächste 24 Stunden: In der Nacht auf Dienstag beruhigt sich das Wetter weiter. Der Wind lässt deutlich nach, die Böen sinken auf maximal 22 km/h. Gleichzeitig fällt die Luftfeuchte auf 50 Prozent – ein klares Zeichen, dass trockenere Luft einströmt. Der Instabilitäts-Index fällt auf 3 von 10, was atmosphärische Stabilität bedeutet. Auch der Taupunkt-Gradient sinkt auf 3,7 Grad, was paradoxerweise zwar auf geringere Feuchte hinweist, aber keinerlei konvektives Potenzial mit sich bringt. Mittwoch setzt diesen Trend fort: Trotz einer bemerkenswerten Tagesamplitude von bis zu 13 Grad (5 Grad morgens, 18 Grad tagsüber) bleibt es bei ruhigem Wind und stabiler Luftmasse trocken. Donnerstag bringt eine markante Abkühlung – Höchst- und Tiefstwert liegen nahe beieinander bei 11 Grad, was auf eine geschlossene Bewölkung oder Nebellagen hindeutet, aber weiterhin kein Gewitterrisiko darstellt.
Empfehlungen für den Abend: Trotz fehlendem Gewitterrisiko sollte man die Böen von bis zu 39 km/h im Blick behalten – besonders beim Fahrradfahren, bei Übernachtungen im Zelt oder bei exponierten Outdoor-Aktivitäten in der Nacht. Für Wassersportler auf offenen Gewässern gilt: Böen dieser Stärke können Kanus oder kleine Segelboote gefährden, auch ohne Gewitter. Generell empfiehlt sich für die kommenden Tage leichte, aber windfeste Kleidung. Gewitterwarnungen sind nach aktuellem Stand weder vom DWD noch von anderen Diensten zu erwarten – wer dennoch sicher gehen möchte, kann die NINA-Warn-App des Bundesamts für Bevölkerungsschutz im Hintergrund aktiv lassen.
