Das Wetter in Deutschland: Kein Gewitterrisiko heute Nacht – ruhiger Herbstauftakt mit Regenwarnung zum Wochenende

Stand 17:00 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in Deutschland kein nennenswertes Gewitterrisiko. Der Instabilitäts-Index liegt heute bei lediglich 5 von 10 – das bewegt sich im unteren Mittelfeld und reicht unter den aktuellen Bedingungen nicht aus, um organisierte Konvektion auszulösen. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit beträgt nur 10 Prozent, Schauer oder Gewitter sind heute Nacht nicht zu erwarten. Der Wind weht mit 16 km/h und Böen bis 32 km/h – spürbar, aber weit unterhalb kritischer Schwellen. Hagel- oder Sturmböen-Potenzial: nicht vorhanden.

Warum bleibt es trocken und ruhig? Entscheidend sind drei Faktoren: Erstens liegt die Temperatur-Taupunkt-Differenz bei 6,1 Grad Celsius. Dieser Wert – meteorologisch als Taupunktgradient bekannt und ein Maß für die verfügbare Luftfeuchtigkeit in Bodennähe – ist mit knapp über 6 Grad noch gerade außerhalb der kritischen Zone unter 7 Grad, die auf ausreichend Feuchte für Gewitterentwicklung hindeutet. Zweitens beträgt die relative Luftfeuchte zwar 74 Prozent, doch ohne dynamischen Auftrieb durch ein fallendes Druckfeld fehlt der entscheidende Zündfunke für aufsteigende Luftmassen. Drittens sind die Böen mit 32 km/h deutlich zu schwach, um relevante Windscherung – also die Änderung von Windgeschwindigkeit und -richtung mit der Höhe – zu erzeugen, die für rotierende Gewitterzellen (Mesozyklonen) notwendig wäre. Das Gesamtbild: stabile Herbstluft ohne konvektive Energie.

Der Samstag, 12. September, setzt den ruhigen Trend fort. Die Luftfeuchte fällt auf 50 Prozent, der Instabilitäts-Index sinkt auf 3 von 10, und der Taupunktgradient steigt auf 4,5 Grad – was trotz niedrigerem Absolutwert bei gleichzeitig sinkender Gesamtfeuchte keine Gewittergefahr bedeutet. Böen erreichen maximal 24 km/h. Am Sonntag, 13. September, ändert sich der Charakter grundlegend: Ein Regenfeld zieht auf, die Niederschlagswahrscheinlichkeit steigt auf 70 Prozent bei erwarteten 12,6 Millimetern. Der Taupunktgradient fällt auf 2 Grad – die Luft ist nahezu gesättigt. Der Instabilitäts-Index bleibt jedoch bei 3 von 10, was frontalen Dauerregen, aber keine Gewitter signalisiert. Montag bringt bei Höchstwerten von nur 15 Grad weitgehend ruhiges, bedecktes Wetter.

Obwohl heute Nacht und morgen kein Gewitterrisiko besteht, empfehlen wir für den Sonntag Vorbereitungen auf anhaltenden Regen: Regenausrüstung für Ausflüge bereithalten, Autofahrten bei Aquaplaning-Risiko durch nasse Straßen anpassen und Outdoor-Veranstaltungen entsprechend planen. Typische Warnsignale für unerwartete Wetteränderungen – plötzlicher Temperatursturz innerhalb von Minuten, rasch aufziehende dunkle Wolken oder sprunghafter Windanstieg – sind in den nächsten 48 Stunden nach aktuellem Stand nicht zu erwarten, sollten aber grundsätzlich immer als Hinweis gelten, Schutz aufzusuchen.