91-Jähriger überlistet falschen Polizisten – 26-Jähriger in Untersuchungshaft

(Symbolbild)

Ein 91-jähriger Mann aus dem Landkreis Schwäbisch Hall hat einen falschen Polizeibeamten überlistet und dabei dessen Handy erbeutet. Am 14. April 2026 rief ein Betrüger bei dem Senior an und gab sich als Polizist aus, der ihn vor einer angeblichen Einbrecherbande in der Nachbarschaft warnen wollte.

Der 91-Jährige erkannte den Betrugsversuch sofort, spielte aber mit und behauptete, er besitze eine größere Menge Gold, die er den vermeintlichen Polizisten zur Sicherung übergeben wolle. Die Betrüger kündigten daraufhin an, die Wertgegenstände abzuholen.

Kurz darauf erschien tatsächlich ein falscher Polizeibeamter vor der Haustür des Seniors. Als der 91-Jährige nach dem Dienstausweis fragte, behauptete der Mann, dieser sei auf seinem Handy gespeichert. Er reichte dem Senior das Mobiltelefon durch ein Fenster – woraufhin der schlaue Rentner das Fenster schloss und das Handy an die echte Polizei weitergab. Der falsche Polizist floh ohne Beute und ohne sein Telefon, noch bevor die Polizei eintraf.

Durch weitere Ermittlungen konnte die Polizei einen 26-jährigen afghanischen Staatsbürger als Tatverdächtigen identifizieren. Er wurde an seinem Wohnsitz in Hessen festgenommen und am 11. Mai 2026 einem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte den beantragten Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in Vollzug. Der Mann wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heilbronn und der Kriminalpolizei Waiblingen laufen weiter. Die Polizei empfiehlt bei Anrufen von falschen Polizeibeamten: Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung, fordern Sie von angeblichen Amtspersonen den Dienstausweis und rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an. Wichtig: Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.

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