Der Gemeinderat Freiburg befasst sich mit der Neuaufstellung des Bebauungsplans Krummacker Nord (Plan-Nr. 6-140). Das Plangebiet umfasst den Bereich nördlich der Guildfordallee zwischen Carl-Mez-Straße, Rislerstraße und Uffhauser Straße. Der ursprüngliche Plan aus dem Jahr 2000 wird nun aufgeteilt: Das Verfahren für den nördlichen Teil (Krummacker Nord) und den südlichen Teil (Krummacker Süd) werden als eigenständige Bebauungsplanverfahren durchgeführt.
Ziel der Neuaufstellung ist die Sanierung und Neuordnung des Gewerbegebiets. Die Erschließung und Grundstückszuschnitte entsprechen nach Aussage der Vorlage nicht mehr dem heutigen Bedarf. Durch bessere Erschließung sollen kleinere Parzellen entstehen. Bestehende Betriebe mit umweltbeeinträchtigender Wirkung sollen mittelfristig durch weniger störendes Gewerbe ersetzt werden – mit Bestandsschutz für vorhandene Betriebe.
Zwei Planungsvarianten werden zur Abstimmung vorgelegt: Variante 1 sieht neben der Gewerbegebietsstrukturierung auch Wohnbebauung vor – rund 13.000 Quadratmeter mit 4 bis 6 Reihenhäusern östlich der Seitzstraße sowie dreigeschossige Stadthäuser zwischen Bettackerstraße und Raimannstraße. Variante 2 hält an der reinen Gewerbegebietsausweisung fest.
Der Beschluss umfasst zudem die frühzeitige Bürgerbeteiligung und Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (Behörden und Organisationen). Parallel wird die Änderung des Flächennutzungsplans eingeleitet. Eine Veränderungssperre für das Gebiet besteht seit November 2001 und wurde bis Oktober 2003 verlängert. Der Offenlagebeschluss ist für Frühjahr 2003, der Satzungsbeschluss für Herbst 2003 vorgesehen.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg