Biowetter Baden-Württemberg: Kreislaufbelastungen treffen Rheinebene stärker als Württemberg

Das biometeorologische (menschliche Reaktion auf das Wetter) Geschehen in Baden-Württemberg entwickelt sich regional unterschiedlich. Während die Rheinebene und der Schwarzwald bereits ab heute Nachmittag leichte Belastungen zeigen, bleiben die württembergischen Regionen vorerst weitgehend unbelastet. Besonders Menschen mit niedrigem Blutdruck und Wetterempfindliche sollten die Entwicklung beachten.

Baden (Rheinebene, Schwarzwald, Bodensee-West)

Heute Nachmittag zeigen sich erste Auswirkungen auf das Kreislaufgeschehen. Menschen mit niedrigem Blutdruck (hypoton) erleben eine geringe Gefährdung durch Kreislaufbeschwerden wie Mattigkeit und Schwindel. Eine schwache Wärmebelastung durch das Zusammenwirken von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind belastet den Organismus zusätzlich. Morgen Vormittag entspannt sich die Situation deutlich – thermische Belastungen entfallen vollständig.

Der Nachmittag des 15. Juni bringt jedoch eine Verschlechterung mit sich. Das allgemeine Befinden verschlechtert sich durch verminderte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, erhöhte Schmerzempfindlichkeit sowie Beeinträchtigungen der Schlafqualität. Zusätzlich steigt die Migräneanfälligkeit (Neigung zu wiederkehrenden Kopfschmerzanfällen). Menschen mit niedrigem Blutdruck müssen mit einer hohen Gefährdung für Kreislaufbeschwerden rechnen. Auch entzündlich rheumatische Beschwerden (z.B. Gelenkentzündungen wie Rheuma) nehmen zu.

Am Montag beruhigt sich die Lage zunächst wieder. Vormittags bleiben lediglich leichte Beeinträchtigungen des Befindens und geringe Kreislaufbelastungen bestehen. Der Montagnachmittag zeigt erneut eine schwache Wärmebelastung bei ansonsten stabilen Verhältnissen. Bewegung im Freien sollte in den kühleren Morgen- und Abendstunden erfolgen, kreislaufanregende Maßnahmen helfen Menschen mit niedrigem Blutdruck.

Württemberg (Stuttgart-Raum, Heilbronn, Schwäbische Alb, Bodensee-Ost)

Die württembergischen Regionen bleiben bis einschließlich Sonntag biometeorologisch unauffällig. Kreislauf, Atemwege und rheumatische Beschwerden zeigen keine wetterbedingte Beeinflussung. Thermische Belastungen treten nicht auf.

Erst ab Montag Vormittag zeichnet sich eine Wetterumstellung ab. Das allgemeine Befinden verschlechtert sich durch verminderte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, erhöhte Schmerzempfindlichkeit und beeinträchtigte Schlafqualität. Menschen mit niedrigem Blutdruck erleben geringe Kreislaufbelastungen, zusätzlich steigt die Migräneanfälligkeit. Entzündlich rheumatische Beschwerden nehmen ebenfalls zu.

Der Montagnachmittag verstärkt diese Entwicklung deutlich. Alle Aspekte des allgemeinen Befindens verschlechtern sich weiter, zusätzlich steigt die Reizbarkeit. Besonders kritisch wird die Situation für Menschen mit niedrigem Blutdruck – die Gefährdung für Kreislaufbeschwerden erreicht ein hohes Niveau. Eine schwache Wärmebelastung kommt hinzu. Ungewohnte Aktivitäten im Freien sollten mittags und nachmittags vermieden werden, kreislaufanregende Maßnahmen bei niedrigem Blutdruck sind empfehlenswert.

Zum Wetterbericht für Baden-Württemberg geht es hier.

Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD). Stand: 15.06.2026. Die Daten werden täglich aktualisiert.