Der UFZ-Duerremonitor zeigt für Bayern zum 12. Juli 2026 eine flächendeckend angespannte Bodenfeuchte-Situation. Die aktuelle Karte, die ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, dokumentiert überwiegend schwere bis extreme Trockenheitsklassen.

Räumlich differenziert sich die Lage wie folgt: Der gesamte südbayerische Raum, einschließlich Oberbayern und der Landshut-Region, zeigt durchgehend dunkelrot (extreme Duerre, statistisch alle 30 Jahre). Der mittlere und östliche Freistaat sowie Teile Unterfrankens sind ebenfalls von dunkelroter Einstufung betroffen. Vereinzelte orange-gefärbte Zonen (moderate Duerre) treten in Nordbayern und in kleinflächigen Patches des Voralpenlandes auf. Blau- oder Grüntöne, die normale bis feuchte Bedingungen anzeigen würden, sind auf dieser Karte nicht erkennbar – die gesamte Region befindet sich in einem Trockenheitsstatus.
Das aktuelle Wetter verschärft diese Situation: Die letzten sieben Tage verzeichneten in Bayern im Durchschnitt null Millimeter Niederschlag bei einer Durchschnittstemperatur von 21,3 Grad Celsius und Höchsttemperaturen bis 30,3 Grad. Die kommenden drei Tage bleiben niederschlagsfrei mit erwarteten Höchsttemperaturen um 29,4 Grad. Diese anhaltende Trockenphase wirkt sich negativ auf einen bereits durch das 14-Tage-Mittel belasteten Gesamtboden aus – Oberflächenniederschläge können unter solchen Bedingungen nicht in tiefere Schichten eindringen.
Auswirkungen: Bei extremer Dürre dieser Häufigkeit (Klasse 4) sind erhebliche Konsequenzen für die Landwirtschaft, insbesondere die Feldbestellung und Viehwirtschaft, zu erwarten. Waldbestände sind unter Wasserstress, Quellen und Grundwasserspeicher unterliegen erhöhtem Nutzungsdruck. Die Wasserversorgung in Ballungsräumen erfordert verstärkte Aufmerksamkeit.
Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert. Die nächste Kartenaktualisierung wird erwartet, sobald neue Bodenfeuchte-Messdaten vorliegen.
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