Die aktuelle Dürrekarte des UFZ-Dürremonitors vom 12. Juli zeigt für Berlin und das unmittelbare Umland eine räumlich differenzierte Bodenfeuchtelage. Der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe weist überwiegend orange und rote Klassifizierungen auf – das entspricht moderater bis schwerer Dürre. Ein 14-Tage-Gleitendes Mittel, daher sind kürzliche Niederschläge erst teilweise abgebildet.

Räumlich zeigt sich ein klares Ost-West-Gefälle: Der Osten Brandenburgs, insbesondere die Region um Frankfurt (Oder) und nach Norden, ist mit dunkelrot und rot gekennzeichnet (schwere bis extreme Dürre-Klassen). Die unmittelbare Berliner Region und Teile des westlichen Umlandes erscheinen in orange (moderate Dürre). Der äußerste Westen und Nordwesten zeigen teilweise hellgelb und orange – also ungewöhnlich bis moderat trocken. Feuchte Bereiche (Blau-Grüntöne) sind auf der Karte randständig und marginal.
Die Wetterdaten der vergangenen sieben Tage deuten auf fortgesetzte Trockenheit hin: Nur 2,2 Millimeter Niederschlag bei einer Durchschnittstemperatur von 20,1 Grad Celsius und Spitzentemperaturen von 30,3 Grad. Da die UFZ-Karte den Gesamtboden abbildet, reagiert dieser träge auf kurzfristige Niederschläge. Der oberste Bodenhorizont hat sich durch minimale Regenfälle nur geringfügig erholt, während die tieferen Schichten das Niederschlagsdefizit der Vorwochen fortlaufend widerspiegeln.
Für die nächsten drei Tage werden 3,2 Millimeter Niederschlag erwartet, bei Höchsttemperaturen um 27 Grad Celsius. Dies könnte oberflächlich eine leichte Entspannung bringen, wird aber den Gesamtbodenzustand nicht substanziell verändern. Für Landwirtschaft und Waldwirtschaft bleibt die Situation in den roten Zonen angespannt. Grundwasserneubildung ist deutlich verringert.
Die Dürrekarte wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-Mittel. Die nächste Aktualisierung wird für den 19. Juli erwartet.
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