Bodenfeuchte-Bericht Deutschland: Deutliche regionale Unterschiede zum 8. Juni 2026

Die aktuelle Karte des UFZ-Dürrenmonitors zeigt für den 8. Juni 2026 ein stark differenziertes Bild der Bodenfeuchte in Deutschland. Während der Süden und Südosten von schwerer Dürre betroffen sind, weisen die nördlichen Bundesländer überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse auf. Das 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe verdeutlicht die anhaltenden regionalen Unterschiede.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders betroffen zeigt sich Bayern mit großflächigen roten Bereichen, die auf schwere Dürre hindeuten. Auch Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen weisen überwiegend orange bis rote Färbungen auf, was moderate bis schwere Dürre signalisiert. Im Kontrast dazu präsentieren sich Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Teile Nordrhein-Westfalens in grünen und blauen Tönen – ein Zeichen für normale bis überdurchschnittliche Bodenfeuchte.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen deutliche regionale Unterschiede: Während Bremen (37,9 mm) und Niedersachsen (28,6 mm) erhebliche Niederschlagsmengen verzeichneten, blieben Thüringen (2,3 mm) und Berlin (3,3 mm) weitgehend trocken. Diese aktuellen Niederschläge wirken sich jedoch nur langsam auf den träge reagierenden Gesamtboden aus, den die UFZ-Karte abbildet. Für die kommenden drei Tage sind in den meisten Bundesländern weitere Niederschläge zwischen 6 und 18 mm prognostiziert.

Die schwere Dürre in Bayern und Teilen Baden-Württembergs erfordert verstärkte Aufmerksamkeit für die Landwirtschaft und Forstwirtschaft. In diesen Regionen können Bewässerungsmaßnahmen notwendig werden. Die feuchten Verhältnisse im Norden Deutschlands hingegen bieten günstige Bedingungen für die Vegetation und füllen die Wasserspeicher auf. Der UFZ-Dürremonitor wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-gleitendes Mittel der Bodenfeuchtewerte.

Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.

Dürreberichte nach Bundesland