Bodenfeuchte-Bericht Mecklenburg-Vorpommern: Moderate Trockenheit im Osten, feuchte Bedingungen im Westen

Die aktuelle UFZ-Duerrekarte vom 14. Juli 2026 zeigt für Mecklenburg-Vorpommern ein regional differenziertes Bild. Der Westen und Südwesten des Landes weisen normale bis feuchte Bodenverhältnisse auf, während der Osten und die Landesmitte deutlich trockener sind. Etwa 40-50 Prozent der Landesfläche ist von moderater Trockenheit betroffen, mit lokal auftretenden Bereichen schwerer Trockenheit im östlichen Landesteil.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Der Nordwesten, insbesondere die Küstenregionen, zeigt hellgelb bis orangene Färbung und fällt damit in die Klassen „ungewöhnlich trocken“ bis „moderate Duerre“ ein. Die zentralen und östlichen Bereiche sind deutlicher betroffen: Hier dominiert orange bis rot, was auf moderate bis schwere Trockenheit hinweist. Besonders die Regionen um die Oder und östliche Landesteile weisen dunkelrote Flecken auf und entsprechen damit der Klasse „extreme Duerre“—diese Gebiete sind aber nicht flächenhaft betroffen. Im Südwesten und vereinzelt im Südosten zeigen sich gelbe Zonen, die auf ungewöhnliche Trockenheit hinweisen.

Die Duerrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt einen 14-Tage-Gleitendurchschnitt des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe. Sie reagiert träge auf kurzfristige Wetterereignisse. Die vergangenen sieben Tage waren für Mecklenburg-Vorpommern niederschlagsfrei bei durchschnittlich 20,1 Grad Celsius. Diese anhaltende Trockenphase verstärkt die in der Karte sichtbaren Defizite, besonders im Tiefenboden. In den kommenden drei Tagen sind jedoch 13,3 Millimeter Niederschlag in Aussicht gestellt—eine Menge, die den oberflächlichen Bodenschichten kurzfristig Erleichterung bringt, während der Gesamtboden weiterhin von seiner trägen thermischen Trägheit geprägt sein wird.

Für die Landwirtschaft bedeutet die moderate bis lokal schwere Trockenheit im östlichen Landesteil erhöhte Bewässerungserfordernisse. Im Westen und Nordwesten können Kulturen derzeit von ausreichend verfügbarem Bodenwasser profitieren. Der Waldbestand sollte in den betroffenen Gebieten beobachtet werden, da auch Tiefenwurzler bei prolongierter Trockenheit stress erfahren. Die Wasserversorgung bleibt stabil, doch anhaltende Trockenheit könnte mittelfristig zu Niedrigwasserständen in Oberflächengewässern führen.

Die UFZ-Duerrekarte wird wöchentlich aktualisiert und stellt die zuverlässigste Grundlage für Aussagen zur großflächigen Bodenfeuchte dar.

Den aktuellen Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.