Bodenfeuchte-Bericht: Süddeutschland trocken, Norden mit lokalen Feuchteflecken

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) vom 11. Juli 2026 zeigt ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte in Deutschland. Der Gesamtboden bis 1,80 m Tiefe wird durch ein 14-Tage-gleitendes Mittel abgebildet und reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regionale Verteilung: Süddeutschland wird von schwerer bis extremer Trockenheit geprägt. Bayern und Baden-Württemberg zeigen überwiegend rote (schwere Duerre) und dunkelrote Färbungen (extreme Duerre), besonders in Südbayern und der südlichen Pfalz. In diesen Regionen ist die Bodenfeuchte im Gesamtprofil deutlich unter Normalwert. Das Rheinland und Hessen sind mit orange bis rot (moderate bis schwere Duerre) klassifiziert. Der Westen und Südwesten (Rheinland-Pfalz, Saarland) zeigen ähnliche Muster.

Mitteldeutschland ist überwiegend orange bis gelb gefärbt (moderate Trockenheit bis ungewöhnlich trocken), mit Ausnahmen dunkelroter Flecken in Sachsen und Thüringen. Nordrhein-Westfalen und Hessen liegen im orange-roten Bereich.

Der Norden präsentiert sich heterogener: Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zeigen teilweise grüne und blaue Bereiche (normale bis feuchte Bedingungen), durchsetzt mit gelb bis orange gefärbten Flächen. Dies deutet auf lokale Feuchteinseln hin. Berlin-Brandenburg und Teile Mecklenburg-Vorpommerns weisen normalisierte Bodenfeuchte auf.

Wetterlage und Wechselwirkung: Die letzte Woche brachte deutschlandweit durchschnittlich nur 4 mm Niederschlag. Während Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit 19,2 bzw. 11,7 mm eine Ausnahme bildeten, fielen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland null Millimeter. Sachsen erhielt Regen in den kommenden 3 Tagen (Vorhersage: 3,7 mm), der Rest Deutschlands bleibt trocken. Die Durchschnittstemperatur von 20,1°C und trockene Bedingungen verstärken die Verdunstung im Oberboden. Der Gesamtboden jedoch reagiert nur langsam auf diese Schwankungen und zeigt das Defizit der vorangegangenen Wochen und Monate.

Einordnung: Die Lage im Süden entspricht einer schweren bis extremen Dürre-Situation und erfordert Aufmerksamkeit. Landwirtschaft und Waldvegetation in Bayern und Baden-Württemberg erleben Wasserstress. Der Norden profitiert von rezenten Niederschlägen und lokaler Feuchte, bleibt aber flächig im moderat trockenen Bereich. Bundesweit dominieren orange und rote Klassifizierungen, was auf verschärfte Trockenheit hinweist.

Quelle: UFZ-Duerremonitor. Die Karte wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-Mittel, das Kurzfristschwankungen glätten kann.

Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.

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