Bodenfeuchte Deutschland 12. Juni 2026: Süden und Osten von schwerer Dürre betroffen

Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für den 10. Juni 2026 eine deutlich zweigeteilte Bodenfeuchtesituation in Deutschland. Während der Süden und Osten des Landes großflächig von schwerer Dürre (rot) bis extremer Dürre (dunkelrot) betroffen sind, weisen der Nordwesten und Teile der Mittelgebirge normale bis feuchte Bodenverhältnisse auf.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders ausgeprägt ist die Trockenheit in Bayern, Baden-Württemberg und den östlichen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Hier dominieren die roten bis dunkelroten Bereiche, die eine schwere bis extreme Dürre im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe anzeigen. Im Kontrast dazu zeigen Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen sowie Teile Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens blaue und grüne Bereiche, was normale bis überdurchschnittliche Bodenfeuchte signalisiert.

Die Wetterdaten der vergangenen sieben Tage zeigen regional sehr unterschiedliche Niederschlagsmengen: Während Bremen 28,3 mm und Niedersachsen 24 mm Regen erhielten, fielen in Berlin nur 1,9 mm und in Sachsen 6,1 mm. Diese kurzfristigen Niederschläge wirken sich jedoch aufgrund der trägen Reaktion des Gesamtbodens noch nicht auf die Karte aus, die ein 14-Tage-Mittel darstellt. Für die kommenden drei Tage werden weitere 12,2 mm Niederschlag im Bundesdurchschnitt erwartet.

Die schwere Dürre in den südlichen und östlichen Regionen stellt eine deutliche Belastung für die Landwirtschaft dar. Bewässerungsbedarf steigt in diesen Gebieten merklich an, während die Waldbestände unter Trockenstress leiden können. Die normalen bis feuchten Bedingungen im Nordwesten bieten hingegen günstige Voraussetzungen für das Pflanzenwachstum.

Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.

Dürreberichte nach Bundesland