Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt eine stark regional differenzierte Bodenfeuchte-Situation in Deutschland. Während der Norden und Nordwesten teilweise normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, dominiert in weiten Teilen Süddeutschlands schwere Dürre. Besonders ausgeprägt ist die Trockenheit in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen, wo großflächig die rote Klasse „schwere Dürre“ erreicht wird.

Im Detail zeigt sich folgendes regionales Bild: Die nördlichen Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Teile Niedersachsens weisen teilweise normale Bodenfeuchte auf. Der Übergangsbereich in der Mitte Deutschlands ist überwiegend ungewöhnlich trocken bis moderat von Dürre betroffen. Süddeutschland hingegen ist großflächig von schwerer Dürre geprägt, mit lokalen Bereichen in Bayern und Baden-Württemberg, die extreme Dürre-Bedingungen zeigen. Auch Sachsen und Teile Thüringens sind deutlich von Trockenheit betroffen.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen regional unterschiedliche Niederschlagsmengen: Während Nordrhein-Westfalen (27,9 mm), Niedersachsen (21,2 mm) und Sachsen-Anhalt (20,8 mm) deutliche Regenmengen verzeichneten, blieben besonders Baden-Württemberg (4,9 mm) und die östlichen Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern (je 3,8 mm) weitgehend trocken. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, sind diese kurzfristigen Niederschläge nur teilweise in der aktuellen Karte sichtbar.
Schwere Dürre-Bedingungen, wie sie derzeit in Süddeutschland vorherrschen, treten statistisch etwa alle 20 Jahre auf und können erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben. Betroffene Regionen müssen mit Ertragseinbußen und erhöhtem Bewässerungsbedarf rechnen. Auch die Waldbrandgefahr ist in den stark betroffenen Gebieten deutlich erhöht. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten Niederschläge von durchschnittlich 8,2 mm werden voraussichtlich nur begrenzt zur kurzfristigen Entspannung beitragen, da der Gesamtboden träge auf Niederschlagsereignisse reagiert.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Bayern: Schwere Dürre im Süden, moderate Trockenheit im Norden – UFZ-Bericht 2. Juni 2026
- Bodenfeuchte Baden-Württemberg: Deutliche regionale Unterschiede zwischen Nord und Süd
- Bodenfeuchte in Hessen: Moderate Trockenheit in Mittel- und Südhessen, normale Verhältnisse im Norden – 4. Juni 2026
- Bodenfeuchte in Niedersachsen: Geteilte Lage zwischen Trockenheit und normalen Verhältnissen
- Bodenfeuchte-Lage in Berlin zeigt gemischtes Bild – 4. Juni 2026
- Bodenfeuchte-Lage in Mecklenburg-Vorpommern zeigt regionale Unterschiede – 2. Juni 2026
- Bodenfeuchte-Lage in NRW: Überwiegend normale Verhältnisse mit Trockenheit im Süden – 04.06.2026
- Bodenfeuchte-Lage in Schleswig-Holstein: Geteiltes Bild zwischen trockenen und feuchten Regionen
- Brandenburg: Bodenfeuchte-Lage zeigt geteiltes Bild – Dürreklassen im Süden, normale Verhältnisse im Norden
- Bremen: Bodenfeuchte-Lage überwiegend normal bis leicht trocken – 2. Juni 2026
- Hamburg: Bodenfeuchte-Lage entspannt sich trotz geringer Niederschläge – 4. Juni 2026
- Rheinland-Pfalz: Geteilte Bodenfeuchte-Situation am 4. Juni 2026
- Saarland: Moderate Trockenheit im Zentrum, entspannte Lage in vielen Gebieten – Bodenfeuchte-Bericht 4. Juni 2026
- Sachsen-Anhalt: Geteilte Bodenfeuchte-Lage – Süden weiter trocken, Norden erholt sich
- Sachsen: Schwere Dürreklasse dominiert weite Teile des Landes – UFZ-Bericht vom 2. Juni 2026
- Thüringen: Moderate Dürre im Süden, normale Bodenfeuchte im Norden – 2. Juni 2026