Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 27. Juli 2026 zeigt ein stark differenziertes Bild der Bodenfeuchte in Deutschland. Der Süden und die Mitte des Landes sind von erheblicher Trockenheit betroffen, während der Norden teilweise weniger angespannt ist. Die Karte bildet ein 14-Tage-Gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe ab und wird wöchentlich aktualisiert.

Süden und Mitte mit deutlicher Trockenheit
Der südliche Landesteil, besonders Bayern und Baden-Württemberg, zeigt überwiegend rote und dunkelrote Färbung — das entspricht schwerer bis extremer Dürre nach UFZ-Definition. Auch Baden-Württemberg ist flächig betroffen. Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland erscheinen in orange bis rot, was moderate bis schwere Trockenheit anzeigt. Im mitteldeutschen Raum (Sachsen-Anhalt, Thüringen) dominieren orange und rötliche Töne. Einzelne Flecken dunkelrot deuten auf lokal extreme Bedingungen hin.
Der Norden präsentiert sich heterogener: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zeigen überwiegend gelbe bis orange Färbung — ungewöhnlich trocken bis moderat trocken. Niedersachsen und Bremen weisen teilweise grünlich-gelbe Töne auf und signalisieren damit weniger Trockenheit. Nordrhein-Westfalen ist überwiegend orange gefärbt.
Schwache Niederschläge verschärfen Gesamttrend
Die letzten sieben Tage brachten deutschlandweit durchschnittlich nur 10,2 Millimeter Niederschlag. Regional fiel deutlich weniger: Baden-Württemberg erhielt nur 3,6 Millimeter, Bayern 4,1 Millimeter, Hessen und Rheinland-Pfalz jeweils unter 2,2 Millimeter. Besser versorgt waren Niedersachsen (24,4 Millimeter) und Berlin (24 Millimeter), doch auch diese Mengen reichen nicht aus, um die Defizite des Gesamtbodens auszugleichen. Der Gesamtboden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge — eine kurzfristige Erholung der oberflächlichen Bodenschichten ändert nichts an der tieferen Trockenheit.
Die Vorhersage für die kommenden drei Tage ist ungünstig: bundesweit werden nur 1,2 Millimeter Niederschlag erwartet. Nur Sachsen und Brandenburg können mit etwas mehr Regen rechnen (4,8 und 3,8 Millimeter), während große Teile Süd- und Mitteldeutschlands trocken bleiben.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Die Kombintion aus schwerer bis extremer Dürre im Süden und Moderate bis schwerer Dürre in der Mitte bedeutet für die Landwirtschaft erhebliche Herausforderungen. Getreidebestände und Grünflächen leiden unter unzureichender Bodenwasserverfügbarkeit. Forstwirtschaft und Waldbestände bleiben unter Stress. Im Süden, wo dunkelrot dominiert, können lokale Wasserknappheiten entstehen und Grundwasserneubildung ist deutlich reduziert.
Der Norden mit überwiegend gelb bis orange zeigt moderat erhöhte Trockenheit, bleibt aber unter der Schwelle extremer Belastung. Dennoch sollte die weitere Entwicklung beobachtet werden — ohne deutliche Niederschläge in den kommenden Wochen könnten sich auch dort die Bedingungen verschärfen.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Bodenfeuchte Baden-Württemberg: Schwere Trockenheit dominiert großflächig
- Bodenfeuchte Bayern: Rote und dunkelrote Zonen im Süden und in der Mitte
- Bodenfeuchte Berlin: Orange und Rot dominieren die Gesamtbilanz
- Bodenfeuchte Brandenburg: Orange und Rot dominieren flächig
- Bodenfeuchte Hamburg: Orange und Rot im Südosten
- Bodenfeuchte Hessen: Rote und orange Zonen dominieren
- Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: Südosten unter moderater bis schwerer Trockenheit
- Bodenfeuchte Niedersachsen: Orange und Rot dominieren im Süden und der Mitte
- Bodenfeuchte Nordrhein-Westfalen: Moderate Trockenheit im Süden und Mitte
- Bodenfeuchte Rheinland-Pfalz: Schwere Trockenheit in Mitte und Westen
- Bodenfeuchte Saarland: Schwere Dürre dominiert flächendeckend
- Bodenfeuchte Sachsen-Anhalt: Orange und Rot dominieren
- Bodenfeuchte Sachsen: Orange und Rot dominieren im Norden
- Bodenfeuchte Schleswig-Holstein: Süden in moderater Trockenheit, Norden unauffällig
- Bodenfeuchte Thüringen: Orange und Rot dominieren — Norden deutlich feuchter
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