Bodenfeuchte Niedersachsen: 28,9 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Dürre im Südwesten

[Teilweise zu trocken]

Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt für Niedersachsen ein gemischtes Bild. Während der Norden und Nordosten überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, dominieren in der Mitte und im Südwesten moderate Dürre und schwere Dürre. Kleine Flecken extremer Dürre erscheinen vereinzelt in der Südmitte.

Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Südwesten und Mitte deutlich trockener

Die kritischsten Zonen liegen im Südwesten und in der Süd- bis Mittelmitte des Landes. Hier zeigt die Karte überwiegend orange und rote Bereiche — moderate bis schwere Dürre in den oberen Bodenschichten bis 1,80 Meter Tiefe. Der Norden Niedersachsens und Teile des Nordostens dagegen weisen grüne und blaue Töne auf, was auf ausreichend Bodenfeuchtigkeit hindeutet. Die Ostseite des Landes bleibt in einem gemischten Zustand mit Orange und vereinzelten roten Flecken.

Niederschlag und Hitze seit einer Woche

In den vergangenen sieben Tagen sind in Niedersachsen durchschnittlich 28,9 Millimeter Regen gefallen — ein moderater Wert, der den Oberboden kurzfristig erleichtert hat. Die durchschnittliche Temperatur lag bei 15,8 Grad, die Höchsttemperatur bei 24,7 Grad. Diese gemäßigten Bedingungen haben die oberflächliche Austrocknung verlangsamt, doch der tiefere Boden bis 1,80 Meter reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die moderate Dürre in der Südwest- und Südhälfte zeigt damit ein Problem, das über diese eine Woche hinausreicht.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserspeicher

Bei moderater Dürre leiden vor allem Pflanzen mit flachen Wurzelsystemen. In den betroffenen Gebieten der Südmitte können Getreide und Feldfrüchte unter Wasserverfügbarkeit leiden, falls keine zusätzlichen Niederschläge folgen. Die Grundwasserspeicher in diesen Zonen werden durch die anhaltende Trockenheit nicht vollständig aufgefüllt. Der feuchte Norden hingegen zeigt keine unmittelbare Einschränkung für Vegetation und Wasserversorgung.

Aussichten für Niederschlag – kein bedeutsamer Regen in Sicht

In den kommenden drei Tagen werden in Niedersachsen nur 0,7 Millimeter Regen erwartet — deutlich zu wenig, um den Boden merklich zu befeuchten. Die Höchsttemperatur wird auf 19,9 Grad ansteigen, die Tiefsttemperatur auf 7,4 Grad sinken. Solche geringen Niederschlagsmengen tragen nicht zur Entspannung in den bereits trockenen südwestlichen und mittleren Landesteilen bei. Eine deutlichere Regenpause würde die Situation in diesen Regionen weiter verschärfen.

Den aktuellen Wetterbericht für Niedersachsen finden Sie hier.


Mehr zum Wetter und den Folgen:

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

» Zum Wetterbericht für Niedersachsen