Die Bundespolizei Hamburg hat ihren Einsatz anlässlich der Schlagermove am 4. Juli 2026 als weitgehend störungsfrei bilanziert. Mit einer verstärkten Aufbauorganisation war die Behörde im bahnpolizeilichen Bereich im Einsatz, um mögliche Beeinträchtigungen an den Bahnanlagen zu verhindern und körperliche Auseinandersetzungen zu unterbinden.
Die Bundespolizei hatte die S-Bahnhöfe Reeperbahn und Landungsbrücken als Einsatzschwerpunkte bestimmt. An diesen Stationen konzentrierten sich die Kräfte besonders auf die An- und Abreise der Veranstaltungsteilnehmer.
Zwei Zwischenfälle wurden registriert: Gegen 20:04 Uhr weigerte sich ein 42-jähriger Mann, den Sanitätsstützpunkt am S-Bahnhof Landungsbrücken zu verlassen. Auch nach Eintreffen von Bundespolizisten verhielt sich der deutsche Staatsangehörige unkooperativ. Bei den polizeilichen Maßnahmen versuchte er, einen Beamten zu treten. Die Polizisten brachten ihn daraufhin zu Boden und fesselten ihn. Nach ausreichender Beruhigung wurde der Mann entlassen und verließ den Bereich. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen tätlichen Angriffs auf einen Vollstreckungsbeamten. Die Landespolizei Hamburg führt die weiteren Ermittlungen.
Gegen 20:20 Uhr zeigte ein 24-jähriger Mann im S-Bahnhof Reeperbahn mehrfach gegenüber Bundespolizisten seinen Mittelfinger mit beiden Händen. Trotz Aufforderung stellte er das Verhalten nicht ein. Gegen den deutschen Staatsangehörigen wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung eingeleitet. Der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg führt die Ermittlungen weiter.
Insgesamt verlief der Einsatz im bahnpolizeilichen Bereich nach Einschätzung der Bundespolizei störungsfrei. Das taktische Sicherheitskonzept sei vollständig aufgegangen, teilte die Behörde mit. Die Zusammenarbeit mit der Hamburger Polizei und der DB-Sicherheit beschrieb die Bundespolizei erneut als sehr gut.