Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 7. und 13. September 2026 beschäftigten die bayerische Polizei mehrere Tötungsdelikte, ein Schusswaffeneinsatz gegen einen bewaffneten Mann im Landkreis Bamberg sowie eine Reihe von Festnahmen in den Bereichen Drogenschmuggel und organisierte Kriminalität. Die schwersten Vorfälle verteilten sich über weite Teile des Freistaats – von der Grenzregion Niederbayern bis zum Allgäu.
Schusswaffeneinsatz in Rattelsdorf
Am Samstag, 13. September 2026, gingen bei der Polizei gegen 7.30 Uhr mehrere Meldungen über einen offenbar verwirrten Mann ein, der mit zwei Messern durch den Gemeindeteil Mürsbach im Landkreis Bamberg lief. Eine umfangreiche Fahndung, bei der auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, führte Beamte an den Ortsrand von Mürsbach. Dort trafen sie auf den 38-jährigen Deutschen. Als die Polizisten ihn ansprachen, reagierte der Mann mit Drohungen. Der Einsatz von Pfefferspray zeigte keine Wirkung, auch Warnschüsse blieben wirkungslos. Da der Mann sein Verhalten fortsetzte und auf die Beamten zulief, gaben die Polizisten Schüsse ab. Dabei erlitt der 38-Jährige eine Schussverletzung am Bein. Trotz der Verletzung behielt er die Messer in der Hand und drohte den Beamten weiterhin. Das Bayerische Landeskriminalamt prüft unter Leitung der Staatsanwaltschaft Bamberg die Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs. Mehr dazu
Verdacht des versuchten Mordes in Ansbach
Am Donnerstag, 10. September 2026, nahm die Polizei in Ansbach einen 18-jährigen Deutschen fest, der am 19. August 2026 gegen 21.20 Uhr auf dem Parkplatz an der Aussichtsplattform Scheerweiher westlich von Ansbach einen 32-Jährigen in dessen Fahrzeug massiv am Hals angegriffen haben soll. Das Opfer tätigte den Notruf, woraufhin der Angreifer flüchtete. Der 32-Jährige wurde vor Ort behandelt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Wegen der Art und Schwere der Tathandlung übernahm die Ansbacher Mordkommission die Ermittlungen. Der 18-Jährige wurde am 10. September festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt. Mehr dazu
Tötungsdelikt bei Kunzach – Polizei bittet um Hinweise
Die Kriminalpolizei Memmingen ermittelt zum Tod eines 33-jährigen Mannes, der am 1. April 2026 auf seinem Einödhof nahe Bedernau tot aufgefunden wurde. Nach bisherigem Ermittlungsstand wird davon ausgegangen, dass er in der Nacht vom 31. März auf den 1. April 2026 mit einem Gewehr getötet wurde. In der Woche vom 7. bis 13. September wandte sich die Polizei erneut mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit: Gesucht werden Personen, die den Mann oder sein auffälliges Fahrzeug in den Tagen vor dem 1. April 2026 im Bereich Bedernau, Kunzach oder anderswo gesehen haben. Für entscheidende Hinweise, die zur Festnahme des Täters führen, ist eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt. Mehr dazu
Tödlicher Verkehrsunfall auf der A7 – Unfallverursacher flüchtig
Am Sonntag, 13. September 2026, kam gegen 15.15 Uhr ein 57-jähriger Autofahrer auf der Autobahn 7 bei Oy-Mittelberg ums Leben. Ein unbekannter Fahrer wechselte kurz nach der Anschlussstelle Oy-Mittelberg Richtung Würzburg vom rechten auf den linken Fahrstreifen, ohne auf den nachfolgenden Verkehr zu achten. Der herannahende Wagen des 57-Jährigen wich nach links aus, kam dadurch nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrfach. Am Pkw des Getöteten entstand Totalschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro; hinzu kam weiterer Sachschaden von rund 1.500 Euro an den Autobahn-Anlagen. Der Unfallverursacher flüchtete, die A7 in Richtung Norden musste für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden. Mehr dazu
Tödlicher Arbeitsunfall auf der Uni-Baustelle Regensburg
Am Freitag, 4. September 2026, stürzte ein 64-jähriger Gerüstbauer gegen 9.00 Uhr auf einer Baustelle der Universität Regensburg im Bereich Am Biopark in einen rund 19 Meter tiefen Aufzugschacht und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Nach ersten Erkenntnissen war der Schacht auf dem Flachdach durch eine Luke zugänglich, die lediglich provisorisch abgedeckt und nicht weiter gesichert war. Die Kriminalpolizei Regensburg übernahm die Ermittlungen; die Berufsgenossenschaft Bau und das Gewerbeaufsichtsamt wurden eingeschaltet. Mehr dazu
Forstarbeiter in Arrach tödlich verunglückt
Ebenfalls am Freitag, 4. September 2026, verunglückte ein 53-jähriger Forstarbeiter gegen 15.10 Uhr bei Arbeiten mit einer Seilwinde im Arracher Ortsteil Ottmannszell tödlich. Ein Baum erfasste den Mann und verletzte ihn schwer am Kopf. Der Rettungsdienst reanimierte den Verletzten vor Ort und transportierte ihn mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum. Wenige Stunden später erlag er seinen Verletzungen. Nach aktuellem Ermittlungsstand kann ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Mehr dazu
Gesuchter mit Haftbefehl wegen Vergewaltigung an der Grenze gestoppt
Am Montag, 7. September 2026, stellten Beamte der Bundespolizei bei einer Grenzkontrolle auf der A8 einen 35-jährigen türkischen Staatsangehörigen fest, der als Insasse in einem Reisebus saß. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Bundespolizisten einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Siegen fest. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor. Zusätzlich wird ihm schwere Brandstiftung in Tateinheit mit Diebstahl, versuchte Nötigung sowie vorsätzliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Mann wurde festgenommen. Mehr dazu
Drogenrazzia in Passau – zwei Männer in Haft
Am Donnerstag, 10. September 2026, durchsuchte die Kriminalpolizei Passau mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften mehrere Wohnungen im Landkreis Passau wegen des Verdachts des unerlaubten Betäubungsmittelhandels. Bei einem 27-Jährigen sicherten die Ermittler zwei Schlagringe; gegen ihn wurde ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Passau hatte Haftbefehle gegen einen 22-Jährigen und den 27-Jährigen beantragt, beide kamen in Untersuchungshaft. Mehr dazu
Länderübergreifender Großeinsatz gegen Drogenschmuggel in Niederbayern
Von Montag, 7., bis Mittwoch, 9. September 2026, koordinierte die Grenzpolizeiinspektion Passau eine dreitägige Schwerpunktaktion zur Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität in der Grenzregion Niederbayern. Beteiligt waren Beamte des Schweizer Zolls, der Landespolizeidirektion Oberösterreich, der rumänischen Grenzpolizei, der belgischen Autobahnpolizei, der Polizei Sachsen sowie weiterer Behörden. Bei den Kontrollen wurden umfangreiche Verstöße festgestellt und Drogen sichergestellt. Mehr dazu
Brandstiftung in Vilshofen
In der Nacht auf Mittwoch, 9. September 2026, brach gegen 4.00 Uhr in einer ehemaligen Gaststätte im Vilshofener Ortsteil Alkofen ein Feuer im Kellerbereich aus. Beamte der Polizeiinspektion Vilshofen trafen am Einsatzort einen Tatverdächtigen an; die Feuerwehr löschte den Brand schnell. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 15.000 Euro, verletzt wurde niemand. Die Kriminalpolizei Passau ermittelt gegen einen 27-Jährigen wegen des Verdachts der Brandstiftung; er wurde festgenommen. Mehr dazu
Trickbetrug gescheitert – Geldabholer in Denkendorf festgenommen
Am Montag, 7. September 2026, erhielt ein 61-jähriger Mann in Denkendorf im Landkreis Eichstätt gegen 14.50 Uhr einen Anruf, bei dem Unbekannte vorgaben, Einbrecher seien unterwegs und sein Vermögen in Gefahr. Der Mann durchschaute die Masche, hielt das Gespräch aber aufrecht und verständigte gleichzeitig die Polizei. Beamte der Kriminalpolizei Ingolstadt nahmen den 24-jährigen österreichischen Abholer fest, als dieser an der Haustür erschien. Mehr dazu
Drogenfund auf der A3 – Österreicher in Untersuchungshaft
Am Samstag, 5. September 2026, kontrollierten Fahnder der Grenzpolizeiinspektion Passau gegen 4.40 Uhr an der Rastanlage Donautal-West auf der A3 bei Passau einen 32-jährigen österreichischen Fahrer. Bei der Durchsuchung fanden sie eine geringe Menge Amphetamin in Pulverform, Methamphetamin sowie rund ein Kilogramm Amphetaminpaste. Der Mann stand zudem unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und besaß keine gültige Fahrerlaubnis. Noch am selben Tag erließ eine Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Passau Haftbefehl; der 32-Jährige sitzt seither in einer Justizvollzugsanstalt. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In der zurückliegenden Woche wurden von der Polizei zwei Messervorfälle aktenkundig. Am Donnerstag, 10. September 2026, bedrohte ein 21-jähriger Deutscher eine Kassiererin in einem Supermarkt in der Kemptener Innenstadt mit einem Messer und erbeutete einen niedrigen vierstelligen Geldbetrag. Beamte der Polizeiinspektion Kempten nahmen ihn noch am selben Tag widerstandslos fest; Messer und Bargeld wurden sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten erließ der Haftrichter am Folgetag Haftbefehl. Mehr dazu — Außerdem lief am Samstag, 13. September 2026, ein 38-Jähriger mit zwei Messern durch Mürsbach im Landkreis Bamberg und bedrohte Beamte; die Polizei setzte dabei ihre Schusswaffe ein. Mehr dazu
Die Woche brachte eine auffällige Häufung schwerer Drogenverfahren: Allein im Raum Passau wurden mit dem länderübergreifenden Großeinsatz, der Razzia gegen den mutmaßlichen Drogenring sowie der Festnahme eines Kuriers auf der A3 drei eigenständige Ermittlungskomplexe innerhalb weniger Tage abgeschlossen. Hinzu kam der Fund von rund einem Kilogramm Haschisch auf der A9 bei Trockau Anfang der Woche. Dass Niederbayern mit seiner Lage an der österreichischen und tschechischen Grenze weiterhin ein zentrales Transitgebiet für den Betäubungsmittelschmuggel ist, zeigten diese Fälle einmal mehr deutlich.
Einen Betrugsversuch vereitelte in dieser Woche ein besonnener 61-jähriger Mann in Denkendorf: Er erkannte den Enkeltrick-Anruf sofort, spielte das Gespräch mit und gab der Polizei so die Möglichkeit, den 24-jährigen Abholer auf frischer Tat zu schnappen. Mehr dazu
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.