Das war die Blaulicht-Woche in Bayern: 14.09.–20.09.2026 (KW 38)

(Symbolbild)

Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 14. und 20. September 2026 beschäftigten mehrere Tötungsdelikte und schwere Gewaltverbrechen die bayerische Polizei. Die schwersten Vorfälle ereigneten sich in Nürnberg, Coburg, Mallersdorf-Pfaffenberg und Straubing – dazu kamen mehrere tödliche Verkehrsunfälle und ein Großbrand mit Festnahme.

Frau in Nürnberg getötet – Sohn festgenommen
Einer der gravierendsten Fälle der Woche ereignete sich am Donnerstag, 18. September, im Nürnberger Stadtteil Großreuth bei Schweinau. Angehörige einer 45-jährigen deutsch-russischen Staatsangehörigen alarmierten die Polizei, weil sie die Frau nicht erreichen konnten. Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Nürnberg-West fand die Frau gegen 11:00 Uhr auf. Sie wies Verletzungen auf, die auf ein Gewaltdelikt hindeuteten. Noch in der Wohnung nahmen die Beamten einen 20-jährigen Mann fest – es ist der Sohn der Getöteten. Der junge Mann ist deutsch-russischer Staatsangehöriger und wird verdächtigt, die Tat begangen zu haben. Die Mordkommission Nürnberg übernahm sofort die Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth koordiniert die Arbeit mit den Ermittlern. Eine Rechtsmedizinerin wurde hinzugezogen. Mehr dazu

Tötungsdelikt in Coburg – Tatverdächtiger gefasst
Nach dem Tötungsdelikt an einem 45-Jährigen in der Coburger Rosengasse haben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft einen Tatverdächtigen festgenommen. Spezialkräfte nahmen den 35-jährigen polnischen Staatsangehörigen am Mittwoch, 16. September, gegen 19 Uhr in einem Anwesen im Coburger Stadtteil Seidmannsdorf fest. Die Gewalttat ereignete sich in der Nacht zum Dienstag gegen 2.30 Uhr in einer Wohnung eines Mehrparteienanwesens in der Rosengasse. Der 45-Jährige hielt sich dort gemeinsam mit mehreren Personen aus seinem privaten Umfeld auf. Ein vermummter Mann brach in die Wohnung ein und versetzte dem 45-Jährigen eine Stichverletzung am Oberkörper. Anschließend flüchtete der Angreifer. Trotz Reanimationsmaßnahmen und Behandlung im Krankenhaus erlag das Opfer am Dienstagmorgen seinen schweren Verletzungen. Mehr dazu

Messerangriff in Mallersdorf-Pfaffenberg
In Mallersdorf-Pfaffenberg im Landkreis Straubing-Bogen hat ein 75-Jähriger seine 74-jährige Ehefrau am 16. September 2026 gegen 05.30 Uhr mit einem Messer attackiert. Die Frau befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Bett. Unmittelbar nach der Attacke verletzte sich der Mann selbst schwer mit dem Messer. Ein weiterer Hausbewohner wurde auf den Vorfall aufmerksam und alarmierte die Integrierte Leitstelle. Beide Personen wurden nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Mann erlitt schwere Verletzungen, die Frau wurde leicht verletzt. Die Kriminalpolizeiinspektion Straubing hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Regensburg die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes gegen den 75-jährigen Deutschen übernommen. Beide Personen befinden sich derzeit noch in stationärer Behandlung. Die genauen Hintergründe und das Motiv für die Tat sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Mehr dazu

Versuchter Raubmord in Buchloe – Polizei fahndet nach Täter
Am Mittwoch, 5. August 2026, gegen 10:00 Uhr, überfielen ein Mann sein Einfamilienhaus im Westen Buchloes. Der Täter überwältigte den 69-jährigen Bewohner, bedrohte ihn mit einer Waffe und forderte den Tresorschlüssel. Das Opfer geriet in Lebensgefahr. Der Mann, der auf ein Sauerstoffgerät angewiesen ist, erlitt schwere Verletzungen; der Täter raubte das Gerät, ließ das Opfer gefesselt und verletzt zurück und floh. Die Ehefrau fand ihren Mann erst gegen 18:25 Uhr am selben Tag. Der 69-Jährige wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Ob der Täter Beute machte, wird noch ermittelt. Die Kriminalpolizeistation Kaufbeuren ermittelt unter Leitung der Staatsanwaltschaft Kempten wegen versuchten Tötungsdelikts und schweren Raubes. Täterbeschreibung: Männlich, etwa 185 bis 190 cm groß, normale Statur, auffällig helles Gesicht (Hautfarbe nicht passend zu den Händen), dunkle Jogginghose, hohe dunkle Socken. Mehr dazu

Ansbach: Verdacht des versuchten Totschlags nach Kopftritten
In Ansbach hat ein 38-Jähriger einen 34-Jährigen am Samstagmorgen, 12. September 2026, brutal attackiert. Gegen 05:30 Uhr gerieten die beiden Männer an der Kreuzung Würzburger Straße und Kronacher Straße in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung schlug der 38-Jährige seinen Kontrahenten zu Boden und trat mehrfach gegen dessen Kopf. Danach flüchtete er. Das Opfer musste zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Angreifer kam kurze Zeit später in die gleiche Klinik, da er stark alkoholisiert war. Die Staatsanwaltschaft Ansbach beantragte die Verhaftung des 38-Jährigen. Ein Ermittlungsrichter erließ daraufhin einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ansbacher Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Insbesondere der Fahrer eines roten Kleinwagens, der sich während der Tat in der Nähe befand, wird aufgefordert, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Mehr dazu

Brand auf Bauernhof in Kirchanschöring – Festnahme wegen schwerer Brandstiftung
In Kirchanschöring im Landkreis Traunstein hat ein Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen am frühen Freitagmorgen, 18. September 2026, gegen 1.30 Uhr, zwei Menschen verletzt und ein Pferd getötet. Der Sachschaden wird auf einen hohen sechsstelligen Eurobetrag geschätzt. Ein 24-jähriger Deutscher aus dem Landkreis wurde unter dem Verdacht der schweren Brandstiftung festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft. Die Integrierte Leitstelle Traunstein hatte die Feuerwehren alarmiert, die vor Ort einen Vollbrand der Scheune vorfanden. Durch das Eingreifen der Einsatzkräfte konnte eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert werden. Mehr dazu

Radfahrer nach Kollision gestorben
Ein 47-jähriger Radfahrer ist am Freitag, 18. September 2026, in Nürnberg nach einem schweren Verkehrsunfall gestorben. Der Mann erlitt bei der Kollision mit einem Auto schwere Verletzungen und verstarb später im Krankenhaus an den Folgen. Gegen 06:15 Uhr fuhr der 47-Jährige mit seinem Fahrrad auf der Gleiwitzer Straße in nordwestlicher Richtung und wollte nach links in die Liegnitzer Straße abbiegen. Dabei übersah er nach Angaben der Ermittler einen entgegenkommenden Pkw, den eine 51-jährige Autofahrerin in südöstlicher Richtung über die Gleiwitzer Straße fuhr und die Kreuzung passieren wollte. An der Kreuzung stießen die beiden Fahrzeuge zusammen. Der Radfahrer trug einen Fahrradhelm. Mehr dazu

36-Jähriger kommt nach Wildunfall auf B 999 ums Leben
Ein 36-jähriger Radfahrer aus Elsbethen in Österreich ist am Dienstag, 15. September 2026, auf der Bundesstraße 999 bei Berchtesgaden tödlich verunglückt. Der Mann fuhr auf der Roßfeld-Höhenringstraße, etwa einen Kilometer vor der Mautstelle Nord. Gegen 20:10 Uhr entdeckte eine Autofahrerin den schwer verletzten Mann auf der Fahrbahn liegen und alarmierte sofort die Rettungskräfte. Trotz aller Rettungsversuche verstarb der 36-Jährige noch an der Unfallstelle. Die Ermittler gehen nach bisherigem Stand davon aus, dass der Radfahrer mit einem Reh zusammengestoßen ist. Mehr dazu

71-Jähriger bei Überholmanöver tödlich verletzt – B2 bei Heroldsberg gesperrt
Ein tödlicher Unfall ereignete sich am Dienstag, 15. September 2026, auf der Bundesstraße 2 bei Heroldsberg im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Gegen 15:50 Uhr überholte ein 71-jähriger Autofahrer einen anderen Wagen und kollidierte dabei mit einem entgegenkommenden Lastwagen. Der 71-Jährige erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch am Unfallort starb. Der 39-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Die B2 wurde im Bereich der Unfallstelle vollständig gesperrt. Mehr dazu

20-Jähriger in Münsing tot aufgefunden – mutmaßliche Drogenüberdosis
Ein 20 Jahre alter Mann aus Geretsried ist am Sonntag, 13. September 2026, tot in einer Wohnung in Münsing entdeckt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei Weilheim war eine tödliche Über- oder Mischdosis die Todesursache. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Am Fundort sicherten die Ermittler Hinweise auf den Konsum von Betäubungsmitteln. Nach aktuellem Stand gibt es keine Anzeichen dafür, dass Dritte an dem Tod beteiligt waren. Mit diesem Fall verzeichnet das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bereits den siebten Todesfall durch Drogen im Jahr 2026. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 13 Fälle. Mehr dazu

Frontalzusammenstoß in Großhelfendorf und weitere Vorfälle im Münchner Raum
Am Dienstag, 15. September, gegen 15:10 Uhr, kam es auf der Rosenheimer Straße in Großhelfendorf zu einem Frontalzusammenstoß. Ein über 80-jähriger Autofahrer geriet mit seinem Volvo auf die Gegenfahrbahn und stieß mit einem entgegenkommenden Mercedes-Lastwagen zusammen. Der über 80-Jährige wurde dabei schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Lastwagen-Fahrer blieb unverletzt. Ebenfalls am Dienstag, 15. September, gegen 18:25 Uhr, fuhr eine 70-jährige Münchnerin mit ihrem Fahrrad auf der Zweibrückenstraße von der Ludwigsbrücke in Richtung Isartorplatz und stürzte schwer verletzt. Die Polizei München berichtete in diesem Zusammenhang auch über einen versuchten Einbruch in eine Apotheke sowie einen Raubfall im Stadtgebiet. Mehr dazu

Drogenfund bei Ladendiebstahl – 38-Jähriger in Haft
In Nürnberg stellte die Polizei am Montag, 15. September 2026, bei der Aufnahme eines Ladendiebstahls umfangreiche Betäubungsmittel und ein Messer sicher. Gegen 12:00 Uhr nahmen Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd in einem Geschäft am Heilbronner Platz einen Ladendiebstahl auf. Der Verdacht richtete sich gegen eine 37-jährige Polin, in deren Tasche Marihuana, Haschisch und Crystal Meth gefunden wurden. Ihr 38-jähriger Begleiter, ein irakischer Staatsangehöriger, soll ihr die Drogen zuvor übergeben haben. In seiner Umhängetasche fanden die Beamten weitere Betäubungsmittel und ein Einhandmesser. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haft gegen den 38-Jährigen. Mehr dazu

Anlagebetrug: 76-Jähriger um sechsstelligen Betrag gebracht
In Krumbach nahmen Polizistinnen und Polizisten am 11. September 2026 zwei Männer fest, die einen 76-Jährigen um sein Erspartes gebracht haben sollen. Ein 26-Jähriger und sein 18-jähriger Fahrer wurden bei einer Geldübergabe verhaftet, nachdem das Opfer Anzeige erstattet hatte. Das Betrugssystem lief seit Anfang 2025: Die Täter nahmen über Internet und Mobiltelefon Kontakt auf, versprachen hohe Gewinne durch Geldanlage und ließen sich mehrfach Bargeld übergeben. Im September sollte eine weitere Übergabe im fünfstelligen Bereich stattfinden – die Polizei griff zu. Beide Tatverdächtigen sind ukrainische Staatsangehörige. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Diese Woche verzeichnete die bayerische Polizei mehrere Vorfälle mit Messern sowie den Fund einer Schusswaffe. In Mallersdorf-Pfaffenberg attackierte ein 75-Jähriger am 16. September seine 74-jährige Ehefrau mit einem Messer und verletzte sich anschließend selbst schwer – die Kriminalpolizeiinspektion Straubing ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes. Mehr dazu. In Coburg versetzte ein vermummter Täter in der Nacht zum Dienstag, 16. September, einem 45-Jährigen eine Stichverletzung am Oberkörper, an der das Opfer später im Krankenhaus starb – ein 35-Jähriger wurde festgenommen. Mehr dazu. Bei den Wohnungsdurchsuchungen wegen Drogenhandels in Straubing am 16. September stellten die Beamten neben größeren Mengen Amphetamin auch eine Schusswaffe sicher. Bei den Maßnahmen stellten die Beamten mehrere Handys, Kleinmengen an Drogen sowie eine größere Menge Amphetamin sicher. Auch eine Schusswaffe wurde beschlagnahmt. Gegen den 43-Jährigen erließ das Amtsgericht Regensburg am 17. September 2026 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg – Zweigstelle Straubing einen Untersuchungshaftbefehl. Mehr dazu. Beim Nürnberger Ladendiebstahl am 15. September fanden Beamte in der Tasche des 38-jährigen Begleiters ein Einhandmesser. Mehr dazu.

Auffällig in dieser Woche ist die Häufung schwerer Gewalttaten mit tödlichem Ausgang: Allein bei Tötungsdelikten und Fällen mit Tötungsverdacht ermitteln Mordkommissionen in Nürnberg, Coburg, Mallersdorf-Pfaffenberg und Ansbach gleichzeitig. Hinzu kommen vier tödliche Verkehrs- und Unfallgeschehen – in Nürnberg, bei Heroldsberg, bei Berchtesgaden und ein Drogentod in Münsing. Die Zahl der laufenden Mordkommissions-Verfahren innerhalb einer Woche ist für Bayern ungewöhnlich hoch.

Auf der Habenseite der Woche steht die erfolgreiche Razzia gegen ein mutmaßliches Drogenhändler-Netz in Straubing: Am 16. September durchsuchte die Kriminalpolizei sechs Wohnungen und Arbeitsräume, stellte größere Mengen Amphetamin sowie eine Schusswaffe sicher und erwirkte gegen einen der Tatverdächtigen Untersuchungshaft. Auch in Krumbach griff die Polizei gezielt zu und fasste zwei mutmaßliche Anlagebetrüger auf frischer Tat bei einer Geldübergabe. Mehr dazu

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Bayern erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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