Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 14. und 20. September 2026 beschäftigten Berlins Polizei und Feuerwehr ein tödlicher Sturz von der Bösebrücke, ein Großbrand in einer Pflegeeinrichtung mit einem Todesopfer und 27 Verletzten sowie mehrere schwere Körperverletzungen und Raubdelikte. Hinzu kamen Festnahmen nach Brandstiftung und der Aushebung eines organisierten Drogenlieferdienstes.
Das schwerste Einzelereignis der Woche war der Brand in einer Pflegeeinrichtung in der Waldemarstraße in Kreuzberg. In einer Patientenwohnung im ersten Obergeschoss eines fünfgeschossigen Gebäudes brach das Feuer in voller Ausdehnung aus; zunächst drohte ein Flammenüberschlag ins zweite Obergeschoss. Die Feuerwehr konnte den Brand mit drei C-Rohren im Innen- und Außenangriff unter Kontrolle bringen, allerdings weitete sich der Rauch auf weitere Gebäudebereiche aus, was umfangreiche Kontroll- und Belüftungsmaßnahmen erforderlich machte. Die Bilanz des Einsatzes ist tragisch: Insgesamt wurden 27 Personen verletzt. Eine Person wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen in notärztlicher Begleitung in ein Krankenhaus transportiert, 26 Personen wurden leichtverletzt. Bei einer Person konnte vor Ort nur noch der Tod festgestellt werden. Die Feuerwehr war mit 157 Kräften vor Ort. Mehr dazu.
Ebenfalls mit tödlichem Ausgang endete ein Verkehrsunfall in der Nacht zum 19. September 2026 an der Bösebrücke nahe dem S-Bahnhof Bornholmer Straße in Prenzlauer Berg. Ein PKW kollidierte mit der Brückenkonstruktion, stürzte von der Fahrbahn in die Tiefe und kam im Gleisbett der S-Bahn auf Höhe des Bahnsteigs zum Liegen. Die eingeschlossene Person musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden; eingeleitete Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. Die Bornholmer Straße war für die Dauer des Einsatzes vollständig gesperrt, der S-Bahn-Betrieb am Bahnhof wurde eingestellt. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden. Mehr dazu.
Zu einem schweren Messerangriff kam es in einem Café an der Residenzstraße in Reinickendorf. Zeugen alarmierten die Polizei gegen 17 Uhr, als zwei Männergruppen mit insgesamt etwa 15 Beteiligten in Streit gerieten. Im Verlauf der Auseinandersetzung setzten die Gruppen Tische, Stühle und Pfefferspray ein. Ein 41-Jähriger erlitt lebensgefährliche Stichverletzungen im Oberkörper. Rettungskräfte brachten ihn zur sofortigen stationären Behandlung in ein Krankenhaus, wo er notoperiert werden musste. Ein 18-Jähriger und ein 44-Jähriger wurden ebenfalls mit Schnitt- beziehungsweise Stichverletzungen verletzt, konnten aber ambulant behandelt werden. Weitere Beteiligte erlitten Augenreizungen, Schürfwunden und Prellungen, die ambulant versorgt wurden. In der Nähe des Cafés nahm die Polizei einen 30-Jährigen als Tatverdächtigen des Messerangriffs fest. Die Beamten brachten ihn in Polizeigewahrsam; er sollte noch am selben Tag einem Ermittlungsgericht vorgeführt werden, das über den Erlass eines Haftbefehls entscheiden sollte. Mehr dazu.
In Zehlendorf wurde ein 85 Jahre alter Fußgänger lebensgefährlich verletzt. Ein 50-jähriger Fahrer eines Fahrdienstleisters fuhr gegen 14 Uhr auf der Berliner Straße in Richtung Sundgauer Straße, setzte dann sein Fahrzeug in den Rückwärtsgang und fuhr mehrere Meter zurück, um seinen Fahrgast zu erreichen. Dabei übersah er den 85-Jährigen, der vom Mittelstreifen aus die Fahrbahn in gleicher Fahrtrichtung überquerte. Der Wagen erfasste den Mann, der lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitt und zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurde. Mehr dazu.
In Spandau kam es in der Nacht zu einer gefährlichen Konfrontation, als Polizisten des Abschnitts 22 gegen 2 Uhr in ein Mehrfamilienhaus in der Grenadierstraße gerufen wurden, wo Personen randalierten. Im Hausflur richtete ein 38-Jähriger sofort eine Schusswaffe auf die Beamten. Die Polizisten forderten ihn unter Vorhalt ihrer Dienstwaffen auf, die Waffe abzulegen. Der Mann kam dieser Aufforderung nach; daraufhin brachten die Beamten alle drei anwesenden Männer zu Boden und legten ihnen Handfesseln an, wobei der 38-Jährige sich heftig wehrte. Bei der Waffe handelte es sich um eine durchgeladene Schreckschusswaffe, die beschlagnahmt wurde. Der Tatverdächtige kam zur Identitätsfeststellung und Blutentnahme in Polizeigewahrsam. Mehr dazu.
In der Nacht zum 19. September 2026 schoss ein Polizeibeamter in Kreuzberg auf einen flüchtenden Wagen. Kurz vor 2 Uhr hielten zivile Polizisten der 32. Einsatzhundertschaft in der Ritterstraße an, als ein hochmotorisierter PKW neben ihnen stoppte. Die Insassen stiegen aus und besprühten nach einem kurzen Streitgespräch einen Beamten mit einem Reizstoffsprühgerät, bevor sie in den Wagen zurückflüchteten. Der besprühte Beamte trat vor das Fahrzeug auf die Fahrbahn; der Fahrer beschleunigte schlagartig und fuhr direkt auf ihn zu. Um seinen Kollegen zu schützen, schoss ein zweiter Beamter auf einen Reifen des Fahrzeugs. Der angegriffene Polizist konnte sich durch einen Seitensprung retten. Mehr dazu.
In Siemensstadt überfielen zwei junge Männer gegen 23:50 Uhr ein Hotel in der Ohmstraße. Sie betraten die Lobby mit einer Schusswaffe und forderten die Herausgabe von Geld. Der 25-jährige Rezeptionist weigerte sich, woraufhin die Unbekannten ihm ins Gesicht schlugen. Dem Angegriffenen gelang die Flucht; die Täter versuchten anschließend erfolglos, die Kasse zu öffnen, und verließen das Hotel in unbekannte Richtung. Der Rezeptionist wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Kriminalpolizei der Direktion 2 (West) ermittelt wegen versuchten schweren Raubes. Mehr dazu.
Im U-Bahnhof Kottbusser Tor in Kreuzberg wurde ein 30-Jähriger am 1. Januar 2026 gegen 7:15 Uhr von drei unbekannten Personen angegriffen. Die Tatverdächtigen umzingelten ihn auf der Treppe zum Ausgang und forderten Geld; als der Mann nicht nachkam, schlug einer der Angreifer ihm mehrfach mit der Faust ins Gesicht, ein zweiter traf ihn mit einer Glasflasche am Kopf. Der Mann erlitt Verletzungen an Arm und Kopf und wurde ambulant behandelt. Die Tatverdächtigen flüchteten ohne Beute; die Polizei veröffentlichte Überwachungskameraaufnahmen und bittet um Hinweise. Mehr dazu.
Am Mittwochmittag erfasste eine Straßenbahn an der Haltestelle Antonplatz auf der Berliner Allee eine Frau. Sie erlitt schwere Verletzungen und wurde in notärztlicher Begleitung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der Straßenbahnfahrer wurde ebenfalls rettungsdienstlich versorgt; die Fahrgäste blieben unverletzt. Die Feuerwehr war mit 14 Kräften und fünf Fahrzeugen vor Ort, die Polizei übernahm anschließend die Ermittlungen zur Unfallursache. Mehr dazu.
Im Görlitzer Park in Kreuzberg stellte die Polizei am 17. Dezember 2024 gegen 17 Uhr eine 49-jährige Frau, die eine Axt in der Waffen- und Messerverbotszone bei sich trug. Bei der Überprüfung schlug und trat die Frau nach den Beamten, während die Axt im Hosenbund steckte. Die Polizisten setzten eine Elektroschockpistole ein. Nach der Identitätsfeststellung wurde die Frau vor Ort entlassen; die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und tätlichen Angriffs auf Beamte. Mehr dazu.
In Marzahn brannte in der Nacht auf einem Autohandelsgelände am Nordring ein Wohnmobil, das Feuer griff rasch auf neun weitere zum Verkauf abgestellte Fahrzeuge über. Ein vorbeifahrender Autofahrer hatte gegen 22 Uhr die Feuerwehr alarmiert; niemand wurde verletzt. Im Rahmen der Ermittlungen, bei denen auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurde, geriet ein 21-Jähriger in Verdacht, den Brand gelegt zu haben. Polizisten nahmen ihn gegen 23:30 Uhr in der Nähe des Brandortes fest. Der Mann ist der Polizei bereits mehrfach wegen ähnlicher Delikte bekannt. Mehr dazu.
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Beim Messerangriff im Café in Reinickendorf erlitt ein 41-Jähriger lebensgefährliche Stichverletzungen im Oberkörper und musste notoperiert werden; ein 18-Jähriger und ein 44-Jähriger wurden ebenfalls mit Schnitt- beziehungsweise Stichverletzungen verletzt — Mehr dazu. Beim bewaffneten Überfall auf ein Hotel in Siemensstadt betraten die Täter die Lobby mit einer Schusswaffe und schlugen den Rezeptionisten ins Gesicht, bevor sie flüchteten — Mehr dazu. In Spandau richtete ein 38-Jähriger im Hausflur eines Mehrfamilienhauses eine durchgeladene Schreckschusswaffe auf Polizisten und wurde anschließend festgenommen — Mehr dazu.
Diese Woche fiel eine Häufung von Bränden mit schwerwiegenden Folgen auf: Neben dem Großbrand in der Pflegeeinrichtung in Kreuzberg mit einem Todesopfer und 27 Verletzten brannte auf der Autobahn A114 ein PKW in Vollbrand, und in Marzahn zerstörte das Feuer zehn Wohnmobile auf einem Händlergelände. Dass in allen drei Fällen die Brandursache noch ermittelt wird und im Fall Marzahn ein mutmaßlicher Brandstifter bereits festgenommen wurde, zeigt den breiten Ermittlungsdruck, dem die Polizei diese Woche in diesem Deliktsbereich ausgesetzt war.
Einen Ermittlungserfolg nach gut zweieinhalb Jahren Arbeit verbuchte die Polizeidirektion 3 (Ost): Bei koordinierten Scheinankäufen in Köpenick, Friedrichsfelde und Alt-Hohenschönhausen nahmen Beamte in Absprache mit der Staatsanwaltschaft drei Männer im Alter von 21, 26 und 29 Jahren fest. Die Verdächtigen sollen einem Drogenlieferdienst angehören, der mit Flugblättern und Visitenkarten für den Kauf verschiedener illegaler Drogen geworben haben soll. Die Ermittlungen laufen seit Januar 2024. Mehr dazu.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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