Die Woche vom 31. August bis 6. September 2026 brachte der niedersächsischen Polizei eine dichte Folge schwerer Vorfälle: Ein Taxifahrer überlebte einen versuchten Totschlag nur knapp, eine Frau starb nach einem Frontalkollision in Cuxhaven, und mehrere Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten sorgten für Aufsehen. Daneben beschäftigten mutmaßliche Brandstiftungen, Einbrüche und zahlreiche Fahrten unter Drogen- oder Alkoholeinfluss die Behörden im ganzen Land.
Versuchtes Tötungsdelikt in Langenhagen
In der Nacht zum 3. September 2026 hat ein Mann einen 61-jährigen Taxifahrer in Langenhagen angegriffen und mit einer Schusswaffe bedroht. Nach Angaben des Zentralen Kriminaldienstes Hannover versuchte der Täter sogar, auf den Fahrer zu schießen. Der 61-Jährige entwand dem Angreifer die Waffe, woraufhin dieser flüchtete. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Der Fahrer war kurz nach 02:00 Uhr auf der Vinnhorster Straße unterwegs — vom Flughafen in Richtung Godshorn — als ein unbekannter Mann in einem dunklen Pkw ihn zum Anhalten zwang, die Fahrertür aufriss und ihn aus dem Wagen zerrte. Ein Fahrgast saß zum Tatzeitpunkt im Taxi. Der Täter ist weiterhin flüchtig, die Polizei sucht Zeugen. Mehr dazu
Tödlicher Frontalunfall in Cuxhaven
Am 2. September 2026 gegen 20:15 Uhr kollidierten auf der Papenstraße in Cuxhaven zwei Autos frontal. Ein 21-jähriger Audi-Fahrer wollte nach links in den Tamms Weg abbiegen — eine frühere Polizeimeldung hatte den Kampweg als Einmündung genannt, dies wurde nachträglich korrigiert — und übersah dabei einen entgegenkommenden 19-jährigen Porsche-Fahrer. Die 39-jährige Beifahrerin des Audi wurde im Fahrzeug eingeklemmt; ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz. Die Frau wurde befreit, erlag jedoch ihren Verletzungen. Der Audi-Fahrer erlitt schwere Verletzungen, der Porsche-Fahrer kam leicht verletzt davon. Mehr dazu
Mutmaßlicher Brandanschlag in Lüneburg
In der vergangenen Woche standen für die Polizei in der Region Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen mehrere Gewaltvorfälle und ein mutmaßlicher Brandanschlag im Mittelpunkt. Auf einem Parkdeck in der Alfred-Delp-Straße in Lüneburg geriet am Abend des 3. September ein Auto in Brand. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte stand das Fahrzeug bereits in Vollbrand. Das Feuer hatte sich bereits auf zwei danebenstehende Fahrzeuge ausgebreitet. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Der Sachschaden liegt im Wert von mehreren Tausend Euro. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei von Brandstiftung aus. Hinweise nimmt die Polizei Lüneburg unter 04131-607-2215 entgegen. Mehr dazu
Angriff auf Polizeibeamte in Kreiensen — drei Polizisten verletzt
In Kreiensen ist es am Mittwochabend, 2. September 2026, gegen 21:00 Uhr zu einem Angriff auf Polizeibeamte gekommen. Eine 42-jährige Frau attackierte Einsatzkräfte des Polizeikommissariats Bad Gandersheim, die zu Streitigkeiten zwischen der Frau und einem Mann gerufen worden waren. Nach Angaben der Polizei versuchten die eingesetzten Beamten, die beiden Streitparteien zunächst voneinander zu trennen. Die 42-Jährige verhielt sich nach Eintreffen am Einsatzort durchgehend aggressiv, schrie herum und missachtete Anweisungen. Deeskalationsversuche blieben erfolglos. Als sich ein Beamter ihr in den Weg stellte, um ein erneutes Aufeinandertreffen zu verhindern, griff sie ihn unvermittelt an. Bei dem Vorfall wurden drei Polizisten verletzt. Mehr dazu
Mann mit Küchenmesser im ICE festgenommen — Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte
Am 1. September 2026 nahm die Bundespolizeiinspektion Hannover einen 64-jährigen Deutschen im ICE von Berlin nach Hannover fest. Der Mann konnte keinen Fahrschein vorweisen, verweigerte dem Kontrolleur seine Personalien und sollte deshalb beim Halt in Hannover aussteigen. Er weigerte sich, beschimpfte die Bundespolizisten und griff beim Versuch, ihn mit unmittelbarem Zwang aus dem Zug zu führen, in Richtung seines Rucksacks. Die Beamten sicherten daraufhin ein Küchenmesser. Die Bundespolizei ermittelt gegen ihn wegen Erschleichens von Leistungen, Bedrohung des Zugpersonals und Hausfriedensbruch. Zusätzlich ermittelten die Beamten wegen tätlichen Angriffs, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz — konkret wegen des verbotenen Messers im öffentlichen Personenverkehr. Mehr dazu
Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte im Auricher Land
In der vergangenen Woche war die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund mit mehreren Straftaten und Verkehrsverstößen beschäftigt. Im Mittelpunkt standen ein Autodiebstahl, eine Körperverletzung mit Widerstand gegen Polizeibeamte sowie mehrere Fälle von Alkoholfahrten. In der Nacht vom 3. auf den 4. September wurde zudem in der Werkstraße in Moordorf ein schwarzer VW Golf vom Gelände einer Autowerkstatt entwendet; das Fahrzeug wurde später im Stadtgebiet Aurich wiedergefunden. Mehr dazu
E-Scooter-Fahrer in Schortens leistet Widerstand
Am Mittwoch, 2. September 2026, kontrollierten Polizisten der Inspektion Jever gegen 20:20 Uhr einen 43-jährigen E-Scooter-Fahrer in der Nibelungenstraße in Schortens. Bei der Kontrolle ergaben sich Hinweise auf Drogeneinfluss. Der Mann verhielt sich zunehmend aggressiv, beschimpfte die Beamten und versuchte, sich zu Fuß zu entziehen. Als er aggressiv auf einen der Beamten zugelaufen sein soll, brachten ihn die Polizisten zu Boden und nahmen ihn vorläufig fest. Dabei wehrte er sich heftig und trat nach den Beamten. Die Polizisten blieben unverletzt. Mehr dazu
Einbrecher in Ottersberg gefasst
In Ottersberg bemerkte ein Anwohner am Mittwoch gegen 12:30 Uhr einen Eindringling in seinem Haus in der Wilstedter Straße. Der Mann flüchtete sofort zu Fuß. Die Polizei leitete eine Fahndung ein und forderte einen Hubschrauber, eine Drohne sowie Diensthunde an. Ein 18-Jähriger konnte in der Nähe des Tatorts vorläufig festgenommen werden. In derselben Stadt kam es zudem zwischen Dienstag 21:00 Uhr und Mittwoch 3:30 Uhr zu einem Einbruch in ein Ladenlokal in der Quelkhorner Landstraße. Mehr dazu
Betrugsversuch in Haverlah scheitert — Festnahme nach Körperverletzung
In Haverlah hat eine 80-jährige Frau am Freitag, 4. September, einen Betrugsversuch durchschaut. Ein Unbekannter rief sie gegen 12:30 Uhr an, gab sich als Arzt eines Krankenhauses aus und behauptete, ein Familienangehöriger habe einen medizinischen Notfall. Er forderte sie auf, Geld und Schmuck für die angebliche Behandlung herauszugeben. Die Seniorin erkannte die Masche sofort, gab weder persönliche Daten noch Wertgegenstände heraus und verständigte die Polizei. Ein Schaden entstand nicht. Die Polizei Salzgitter warnt: Ärzte, Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen fordern niemals telefonisch die Übergabe von Bargeld oder Schmuck für medizinische Behandlungen. Mehr dazu
Alkohol und Drogen am Steuer
Gleich mehrfach zogen Polizistinnen und Polizisten in der vergangenen Woche fahruntüchtige Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr. In Steyerberg wurde am Donnerstag, 3. September, gegen 18:10 Uhr eine 40-jährige Autofahrerin in der Sehnser Straße kontrolliert; ein Urintest schlug positiv auf THC, Amphetamin und Kokain an — die Frau räumte den Konsum ein, die Polizei leitete ein Strafverfahren ein. Mehr dazu Im Raum Gifhorn hielten Beamte am Samstagnabend einen 38-Jährigen aus Isenbüttel an, der einen BMW mit 2,06 Promille fuhr; sein Führerschein wurde beschlagnahmt und ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet. In der Nacht zu Sonntag stoppte ein aufmerksamer Zeuge in Wittingen einen unsicher fahrenden VW Golf, bis die Polizei eintraf; daneben vollstreckte die Polizeiinspektion Gifhorn in der Woche auch einen Haftbefehl. Mehr dazu In Celle stoppte die Polizei am Mittwoch, 2. September, gegen 18:45 Uhr einen 24-Jährigen auf einem E-Scooter, dessen Drogentest positiv auf THC ausfiel. Mehr dazu In Salzgitter-Bad fiel am Samstag, 5. September, gegen 12:38 Uhr ein E-Scooter-Fahrer unter Alkoholeinfluss auf; zuvor war in einem Schuhgeschäft an der Braunschweiger Straße der Geldbörse einer 67-Jährigen mit rund 130 Euro Bargeld und persönlichen Dokumenten entwendet worden. Mehr dazu
Räuberischer Diebstahl und weitere Delikte im Raum Verden
Am Freitag gegen 16:00 Uhr kam es in einem Bekleidungsgeschäft in der Husarenstraße in Verden zu einem Diebstahl. Mitarbeiter stellten sich einer 22-Jährigen in den Weg, als diese fliehen wollte; die Täterin wehrte sich, konnte aber gestellt werden. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen räuberischen Diebstahls ein. Am selben Freitagnachmittag gegen 15:30 Uhr wurde einer 32-jährigen Frau in einem Supermarkt an der Bremer Straße in Achim das Portemonnaie aus ihrem Einkaufswagen gestohlen. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Gleich zwei Vorfälle mit Waffen beschäftigten die niedersächsische Polizei in dieser Woche. In Langenhagen bedrohte ein unbekannter Täter in der Nacht zum 3. September 2026 einen 61-jährigen Taxifahrer mit einer Schusswaffe und versuchte nach Angaben des Zentralen Kriminaldienstes Hannover sogar zu schießen; dem Taxifahrer gelang es, dem Angreifer die Waffe zu entreißen. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts, der Täter ist flüchtig. Mehr dazu Im ICE von Berlin nach Hannover führte am 1. September ein 64-jähriger Fahrgast ein Küchenmesser mit sich, das die Bundespolizei am Bahnsteig Hannover sicherstellte; gegen ihn wird unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt — konkret wegen des verbotenen Messers im öffentlichen Personenverkehr. Mehr dazu
Die Woche zeigt eine auffällige Häufung von Angriffen auf Polizistinnen und Polizisten: Drei Beamte wurden in Kreiensen verletzt, ein Polizist in Schortens getreten, ein weiterer Widerstandsfall ereignete sich im Auricher Land. Dazu kamen zwei bundespolizeiliche Einsätze wegen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Außerdem fällt auf, dass Drogen- und Alkoholfahrten quer durch Niedersachsen — von Steyerberg über Gifhorn, Celle bis Salzgitter — die Polizei an mehreren Tagen gleichzeitig beschäftigten.